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Technische Analyse

DAX - Höheres Verlaufstief?

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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bullish 60%

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Der DAX erlebte am Donnerstag den schwersten Handelstag seit Beginn der Korrektur am 6. Juli. Der Index eröffnete bei 25.127 Punkten und erreichte sofort das Tageshoch bei 25.129 Punkten, gerade einmal 3 Punkte über der Eröffnung. Von dort fiel er in einem ununterbrochenen Abverkauf auf das Tagestief bei 24.701 Punkten und schloss bei 24.744 Punkten, nur 43 Punkte über dem Tief. Die Eröffnung gleich Tageshoch signalisiert maximalen Verkaufsdruck vom ersten Tick an. Die Spanne von 429 Punkten war eine der breitesten der gesamten Korrekturphase. Der RSI(5) stürzte von 61,40 auf 36,07 Punkte, ein Rückgang von 25 Punkten an einem Tag. Allerdings hat der DAX, bisher wenigstens, mit dem Tagestief vom Vortag um 24.701 Punkte ein höheres Verlaufstief im Vergleich zum 17. Juli bei 24.652 Punkten ausgebildet. Sollte dies so bleiben, könnte dies ein erster Hinweis auf eine Bodenbildung der langen Seitwärtskorrektur der Vorwochen sein, die sich langsam dem Ende nähern sollte. Sollte der DAX allerdings durch die mittlerweile dünne Ichimoku-Wolke nach unten durchstoßen, würde sich die Lage direkt langfristig auf bearish ändern. Die nächste Anlaufmarke wäre dann der 200er-EMA um 24.280 Punkten.

Drei Katalysatoren konvergierten am Donnerstag zu einem perfekten Sturm. Erstens erschütterte die geopolitische Eskalation im Mittleren Osten die Märkte. US-Präsident Trump erklärte gegenüber Axios, er erwäge einen „massiven Angriff" auf den Iran und sei „nahe an einer Entscheidung". Israel würde „in zwei Minuten mitmachen, wenn ich frage". Die US-Luftangriffe im Iran gingen in die dreizehnte Nacht in Folge. Gleichzeitig setzte die Houthi-Blockade im Roten Meer den Ölpreis unter massiven Aufwärtsdruck. Brent durchbrach erstmals seit Mai die 100-Dollar-Marke und handelte am Donnerstagabend bei rund 101 Dollar. Am Freitagmorgen notierte Brent bei 100,30 Dollar. Der Ölpreisanstieg von 87 Dollar am Montag auf 100 Dollar am Donnerstag (plus 15% in vier Handelstagen) ist ein Angebotsschock von historischer Dimension. Die Kombination aus Houthi-Blockade saudischer Ölexporte (bis zu 7% des globalen Angebots bedroht), iranischer Vergeltung gegen US-Verbündete am Golf und Trumps Drohung eines noch größeren Angriffs schuf ein Risikoumfeld, in dem institutionelle Anleger massiv Positionen abbauten. Zweitens verhängte Trump Zölle auf 60 Länder mit Sätzen von mindestens 10 Prozent. Die EU, Japan, Taiwan, Südkorea, Mexiko und das Vereinigte Königreich werden mit 10 bis 12,5 Prozent belastet. Die Zölle traten heute, Freitag den 24. Juli, in Kraft und ersetzen die bisherigen globalen 10-Prozent-Abgaben, die am selben Tag ausliefen. Drittens signalisierte die EZB eine Zinswende nach oben. Der Rat hielt den Einlagensatz einstimmig bei 2,25 Prozent, wie erwartet. Doch Lagarde legte den Grundstein für eine mögliche Erhöhung im September. Sie erklärte, „einige Kollegen stellten die Frage, ob wir jetzt handeln sollten", und warnte, dass die Inflation „deutlich über dem Zielwert bleiben wird bis zur ersten Hälfte 2027". Ihre Schlüsselaussage lautete, je länger die Energiepreise hoch blieben, desto wahrscheinlicher würden sie die breitere Inflation über indirekte Effekte und Zweitrundeneffekte antreiben. Heute werden morgens die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone, Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich veröffentlicht (vorläufige Juli-Daten). Diese PMIs sind die erste Momentaufnahme der wirtschaftlichen Stimmung nach der Houthi-Eskalation und den neuen Trump-Zöllen. Um 15:45 Uhr folgen die US-PMIs (S&P Global Manufacturing Juli, Prognose 54,4, Vormonat 53,9 und Services, Prognose 51,3, Vormonat 51,2). Um 16:00 Uhr werden die US-Neubauverkäufe für Juni veröffentlicht (Prognose 609.000, Vormonat 580.000). Die Daten sind relevant, aber der Ölpreis und die Reaktion auf die Trump-Zölle werden den Handelstag dominieren.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX ist am Vortag kräftig unter Druck geraten, belastet durch die weitere Eskalation im Mittleren Osten und den damit einhergehenden steigenden Ölpreisen. Der heutige erwartete Tagestiefbereich bei weiteren Kursabgaben befindet sich bei 24.600 bis 24.700 Punkte. Der vermutete Tageshochbereich um 25.000 bis 25.100 Punkten bei einem weiteren Anstieg.

Widerstände: 24.800 / 24.900 / 25.000 Punkte

Unterstützungen: 24.700 / 24.600 / 24.500 Punkte

Produktauswahl

Long: NB6V33 und NB11A5

Short: NB42CP und NB243S

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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