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Technische Analyse

DAX - 200er-EMA muss halten!

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Lesezeit: ca. 4 Minuten
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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bullish 60%

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Der DAX geht mit einem Wochenminus von 1,7 Prozent in eine der wichtigsten Wochen des Herbstes. Am Freitag verlor er im Xetra-Handel 0,75 Prozent auf 25.182 Punkte, belastet vor allem von Frankreich. Dort trübten enttäuschende Konjunkturdaten, die Sorgen um den Staatshaushalt und die anhaltenden Proteste die Stimmung, die Rendite der zehnjährigen französischen Staatsanleihen liegt erstmals seit 2002 über fünf Prozent. Auch in Deutschland verlor die Wirtschaft im Oktober an Schwung. Der Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft fiel von 53,8 auf 52,8 Punkte, erwartet waren 53,3 Punkte. Während die Industrie leicht auf 54,2 Punkte zulegte, gab der Dienstleistungssektor von 52,9 auf 51,7 Punkte nach. Im Chart ist der DAX damit wieder in den unteren Teil seiner Spanne zurückgefallen. Am Freitag lief er im Tief bis auf 25.007 Punkte und hat die Marke von 25.000 Punkten damit nur knapp verteidigt, am Abend ging er mit 25.150 Punkten aus dem Handel. Der Index liegt klar unter dem 10er-EMA bei 25.337 Punkten, der RSI(5) ist auf 37,57 gefallen und nähert sich dem überverkauften Bereich. Damit rückt das Doppeltief bei 24.825 und 24.789 Punkten in den Blick. Hält diese Basis erneut, wäre von dort ein neuer Anlauf auf die Zone zwischen 25.450 und 25.500 Punkten denkbar, an der der Index in den vergangenen Wochen mehrfach gescheitert ist. Ein Schluss unter dem Doppeltief würde die Erholung seit Anfang Oktober dagegen negieren und tiefere Ziele eröffnen.

Die neue Woche bündelt gleich mehrere Entscheidungen. Am Mittwochabend verkündet die US-Notenbank ihren Zinsentscheid, erwartet wird keine Änderung. Spannend ist vor allem, was Fed-Chef Kevin Warsh zum weiteren geldpolitischen Kurs sagt, denn am Terminmarkt wird eine Zinsanhebung im Dezember inzwischen mit rund 70 Prozent eingepreist. Am Donnerstag folgt die Europäische Zentralbank (EZB), die ihren Einlagensatz nach Einschätzung von Merck Finck ebenfalls unverändert lässt. Am selben Tag kommen in den USA das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal und der PCE-Preisindex. Bei den Unternehmen berichten am Mittwoch Alphabet und Microsoft, am Donnerstag Amazon und der Chiphersteller Intel. Aus dem DAX legen am Mittwoch BASF, die Deutsche Bank, Mercedes-Benz, Airbus und Symrise vor, am Donnerstag Volkswagen, Adidas und MTU. Dazu bleibt der Ölpreis ein Belastungsfaktor. Brent verteuerte sich auf Wochensicht um gut sechs Prozent auf 116,72 Dollar je Barrel und damit auf den höchsten Stand seit April. Die Stimmung an der Wall Street ist entsprechend gedrückt, der Fear-and-Greed-Index von CNN, der die Stimmung auf einer Skala von 0 für extreme Angst bis 100 für extreme Gier misst, lag zum Wochenschluss bei 21 Punkten und damit im Bereich extremer Angst. Saisonal beginnt das günstigere Fenster für den DAX erst Anfang November, also nach der Fed-Sitzung. Ein früher Hinweis darauf, ob es diesmal greift, könnte ab Donnerstag von den Technologiewerten kommen, wenn der TecDAX über seiner 20-Tage-Linie schließt und sich besser entwickelt als der DAX. Der Montag selbst bringt um 10:00 Uhr den Ifo-Geschäftsklimaindex für Oktober, nach dem schwächeren Einkaufsmanagerindex ein weiterer Gradmesser für die deutsche Konjunktur. In den USA legt der Telekomkonzern Verizon Zahlen vor. Zu beachten ist zudem die Zeitumstellung. In Europa gilt seit Sonntag die Winterzeit, in den USA erst ab dem 1. November, sodass die Wall Street diese Woche bereits um 14:30 Uhr deutscher Zeit öffnet.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX sollte unter kurzen Rücksetzern weiter Kurs auf die Marke von 26.000 Punkte nehmen. Dann könnte es zu einem erneuten Kursrückgang Richtung 24.400 Punkte kommen, gefolgt von einem weiteren Kursanstieg in Form einer Jahresendrally.

Widerstände: 25.200 / 25.400 / 25.500 Punkte

Unterstützungen: 25.000 / 24.900 / 24.800 Punkte

Produktauswahl

Long: NB6V33 und NB11A5

Short: NB42CP und NB243S

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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