Autor

Inga Burk
Volkswirtin der ING-DiBa
@IngaBurk

Chart of the Week Zaghafter Aufschwung

Montag, 18. Mai 2015

Zaghafter Aufschwung

 

Erfreuliche Nachrichten: Die am Mittwoch vom Statistikamt Eurostat veröffentlichten Wachstumszahlen haben die Erwartungen (fast) erfüllt. Es scheint, als habe Euroland die Finanz- und Euroschuldenkrise endgültig überwunden. Die niedrigen Energiepreise der letzten Monate, der schwache Euro und die Geldschwemme der EZB haben das Wachstum befeuert. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist die Eurozone um 1,0% gewachsen.

 

Quelle: Thomson Reuters Datastream. *Daten für das 1. Quartal 2015 für Irland nicht verfügbar. 

 

Im Vergleich zu den krisengeplagten letzten Jahren zeichnet sich seit dem 1. Quartal des Jahres 2014 eine Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums innerhalb der Eurozone ab, wie unser Chart of the Week zeigt. Die prozentualen Durchschnittswerte der Vorjahresquartale zeigen, dass Irland dabei mit großem Abstand Spitzenreiter ist. Doch auch die spanische Wirtschaft setzt ihren Aufschwung fort. Interessanterweise kommt der Aufschwung in Spanien nicht von den Exporten, sondern vielmehr von einer Belebung der Inlandsnachfrage.

Der zarte Aufschwung innerhalb der Eurozone berechtigt jedoch noch nicht zu heftigen Jubelschreien. Denn trotz der überwiegend positiven Entwicklungen ist die Wirtschaftsleistung in fast allen Ländern der Eurozone immer noch schwächer als beim Ausbruch der Krise. Die Langzeitfolgen der Krise bleiben also eine Bürde und werden noch lange fühlbar sein. Kurzfristig bleibt abzuwarten, ob die Eurozone das Tempo des ersten Quartals fortsetzen kann, jetzt, da Ölpreise wieder anziehen und der Euro gegenüber dem Dollar erstarkt. Zudem ist der letzte Akt im griechischen Drama noch nicht gespielt und könnte der Erholung noch mal einen ordentlichen Dämpfer verpassen. Denn die  griechische Wirtschaft hat sich gerade wieder in die Rezession verabschiedet. Grund genug, dass die EZB den Aufschwung weiterhin mit ihrer lockeren Geldpolitik unterstützt und an ihrer Position festhält, eine vorzeitige Straffung der monetären Bedingungen – zumindest in diesem Jahr – zu vermeiden.

 

 

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