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Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Gefährliches Spiel

Montag, 9. Januar 2017

Bullen auf der Flucht vor der Korrektur

 

 

Betrachtet man den DAX ausschließlich auf Wochenbasis, man könnte zufrieden sein. Die erste Handelswoche des neuen Börsenjahrs brachte ein Plus von gut einem Prozent. Und es gelang dadurch, sich von der oberen Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals und dem November 2015-Hoch nach oben abzusetzen. Und zumindest auf Wochenbasis haben wir noch kein zwingend überkauftes Niveau der markttechnischen Indikatoren. Die nächste Charthürde, das Zwischenhoch vom Sommer 2015 bei gut 11.800, scheint damit leicht erreichbar zu sein. Und ja, ausschließen sollte man das nicht. Aber der DAX hat nicht nur mit zunehmenden Gegenwind zu kämpfen, auf Tagesbasis sieht das Bild zugleich alles andere als überzeugend aus. Was die Rahmenbedingungen angeht, stehen ein wegen der starken Inflationsdaten des Dezember gestiegener Euro zum US-Dollar und ein auffällig fester Goldpreis (dazu mehr im ING Markets Chart Flash heute Mittag gegen 13 Uhr) als Warnsignale im Raum. Noch hat der Gedanke, was mit dem Aktienmarkt passiert, wenn die EZB in den kommenden Monaten wegen des Erreichens des Inflationsziels den Geldhahn zudrehen würde, die Akteure nicht wirklich erreicht. Und zweifellos hofft die bullishe Seite, diesem Problem bis zur Veröffentlichung der Januar-Inflationsdaten in knapp vier Wochen noch entkommen zu können. Aber auch der brisante Veitstanz der US-Indizes um neue Rekorde, der über einen de facto-Stillstand seit Mitte Dezember hinwegtäuschen soll, ist ein kritischer Aspekt. Und nachdem es misslang, den Dow Jones am Freitag mit Schwung über die 20.000er-Marke zu ziehen, kann jederzeit eine Eintrübung der Stimmung durch eine Korrektur an der Wall Street entstehen.

 

 

Der Blick auf den DAX auf Tagesbasis enthüllt, dass keineswegs alles Gold ist, was im Wochenchart glänzt. Denn das Wochenplus von einem Prozent entstand ausschließlich am Montag. Am Freitag schloss der DAX mit 11.599 Punkten nur knapp einen Punkt über dem Xetra-Schlusskurs des Montags. Und wir hatten ja bereits darauf hingewiesen: Dieser montägliche Schub dauerte genau eine Stunde, danach passierte die folgenden gut 41 Handelsstunden der Woche nichts mehr. Bemerkenswert auch, dass dieser Schub mit dem Montag an einem Tag stattfand, an dem alle anderen wichtigen Weltbösen geschlossen hatten, die Umsätze daher verschwindend waren und kein Widerstand ausländischer Investoren zu befürchten war. Danach, im Zuge des folgenden Wassertretens, stiegen die Umsätze aber umgehend an. Was andeutet: Auf diesem Niveau schenken sich Kaufinteresse und Abgabebereitschaft momentan nichts. Die in Kombination mit der weiterhin und jetzt bereits ungewöhnlich lang überkauften Markttechnik wirft die Frage auf, woher die Motivation kommen soll, um den DAX im Vorfeld der seit Wochen fälligen, bislang aber erfolgreich ausgehebelten Korrektur noch nennenswert höher zu tragen. Immerhin zeigt der Blick auf den Chart, dass der entscheidende Knotenpunkt, dessen Bruch aus charttechnischer Sicht Spielraum von 600 Punkten nach unten freisetzen würde, immer konzentrierter auftritt und näher rückt. Fiele die Zone 11.431/11.478 Punkte, wäre die bullishe Seite in Not – und das dürfte kaum einem Marktteilnehmer verborgen bleiben. Diese Flucht nach vorne ist also nötig, um den DAX „oben“ zu halten, wird aber zusehends weniger effektiv. Das könnte in dieser Woche erste kurzfristige Trader in Versuchung bringen, einmal ernsthafter zu prüfen, ob der DAX nicht auf der Unterseite „weich“ ist. Wir heben unseren Ankerpunkt auf der Short-Seite auf 11.400 Punkte auf Schlusskursbasis an. Long-Engagements kämen weiterhin nur infrage, wenn der DAX auf Höhe vorgenannter Unterstützungszone aufgefangen und wieder deutlich nach oben drehen würde.

 

Widerstände: 11.802 / 12.391

Unterstützungen: 11.478 / 11.440 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.474 / 10.396 / 10.262 / 10.093

 

Weitere Informationen zu DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:

 

 

 

Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 13,00 13,01 -0,08 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 25,88 25,89 -0,08 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Short auf DAX 9,8 13,27 13,28 +0,08 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,1 25,67 25,68 +0,04 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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