Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Unerschrocken oder unvernünftig?

Dienstag, 10. Januar 2017

Die Bullen stemmen sich gegen alle Warnsignale

 

 

Unerwartet starke Absatzzahlen bei VW retteten den DAX zum Wochenstart vor einem deutlicheren Abschlag. Doch es wirkte, als würden sich die Akteure mit aller Macht auf diese eine gute Nachricht stürzen und die weniger guten einfach „wegkaufen“. Das Glück für die Index-Trader war dabei, dass die „bad news“ bei der Lufthansa (höhst verhaltene Perspektiven für 2017) und Fresenius Medical Care (Umsatzsorgen durch neue US-Regularien bei der Bezuschussung von Dialysekosten) zwei Titel trafen, die zusammen nur 2,5 Prozent Gewicht im DAX haben. Aber obwohl der Dow Jones bis zum Xetra-Handelsende im Minus lag, der gescheiterte Versuch, die 20.000er-Marke zu überwinden, also nicht sofort in einen erneuten Anlauf mündete, zeigte man sich optimistisch und holte zeitweise etwas größere Abschläge im DAX zum Handelsende großenteils wieder auf. Auch ein Euro/US-Dollar-Kurs, der sich langsam wieder in Richtung 1,06 US-Dollar schlich und ein anziehender Goldpreis schienen niemanden zu kümmern. Man darf vermuten, dass die bullishe Seite  gezielt darauf setzt, dass mittlerweile zweifelnde Anleger sich von dieser relativen Stärke überzeugen lassen, Gewinnmitnahmen weiterhin sein zu lassen und im Gegenteil zuzukaufen. Denn natürlich wirkt der DAX so, als gäbe es absolut nichts, das ihn in die Knie zwingen könnte, was zu dem nachvollziehbaren, aber höchst gefährlichen Schluss führt, dass der deutsche Leitindex im Fall einer Aufhellung dieser Rahmenbedingungen nach oben nicht mehr zu halten sein würde.

 

 

Man hat indes oft erlebt, dass genau das nicht der Fall ist, weil dann die Unterstützung auf der Käuferseite derjenigen Akteure wegfällt, die den Index in den vergangenen Tagen konsequent auf seinem Niveau gehalten haben und die dann davon ausgehen, dass er ab sofort „von alleine“ läuft. Das beste Beispiel war zum Allzeithoch im April 2015, als man dachte, mit dem Beginn der Staatsanleihekäufe der EZB im März ginge die Party erst richtig los. Wider Erwarten jedoch war sie kurz darauf beendet – und das für zehn Monate, weil jeder bereits im Vorfeld eingestiegen und sicher war, die „anderen“ würden jetzt erst einsteigen. Damals gab es diese „anderen“ nicht. Ob das diesmal anders sein wird, ist offen, aber der Eindruck, den der kurzfristige Chart auf 15-Minuten-Basis vermittelt, bei dem es wirkt, als würde der DAX zwar immer wieder auf die Beine gehoben, aber ohne diese Käufe immer ein kleines Stück mehr zurücksacken, ist in Kombination mit dem nun generierten Verkaufssignal des MACD (hier im Tageschart) und dem Umstand, dass die entscheidende Kreuzunterstützung mit 11.431/11.484 Punkten näher kommt, ein Gesamtbild, das einen Einstieg auf der Long-Seite weiterhin ausschließt. Es sei denn, es käme zu einem erfolgreichen Test dieser Zone und einem unmittelbar anschließenden, überzeugenden Aufwärtsimpuls. Aber das müsste dann kurzfristig entlang der tagesaktuellen Entwicklung beurteilt werden. Auf der Short-Seite hingegen bliebe es aus unserer Sicht bei einem Ankerpunkt in Form von Schlusskursen unter 11.400 Punkten, der, erst einmal unterschritten, genau die 600 Punkte Abwärtspotenzial freisetzen würde, von denen die bullishe Seite momentan auf der Flucht ist.

 

Widerstände: 11.802 / 12.391

Unterstützungen: 11.484 / 11.457 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.474 / 10.396 / 10.262 / 10.093

 

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Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 12,24 12,25 +0,82 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 24,41 24,42 +0,45 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Short auf DAX 10,1 12,06 12,07 -0,90 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,0 24,33 24,34 -0,45 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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