Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: „Zone X“ bleibt in Reichweite …

Mittwoch, 11. Januar 2017

… und die Käufer bleiben weiterhin aus

 

 

Wir zeigen Ihnen hier einmal eine eher seltene Darstellung des DAX. Dieser Chart auf Monatsbasis beginnt mit der „Wende“ Anfang der Achtziger Jahre und erstreckt sich damit über ca. 35 Jahre. Zugleich ist er in einem logarithmischen Maßstab gehalten, d.h. die prozentualen Veränderungen über diesen langen Zeitraum sind auf der Werteachse jeweils gleich groß. Dieser Chart nährt den für viele beruhigenden Gedanken, dass Aktien unter dem Strich immer steigen. Aber er zeigt eben auch: Wenn es mal, so wie 1987, 2000-2003 und 2008/2009 zu größeren Abschwüngen kommt, ist gleich mal das Plus mehrerer Jahre dahin. Auch mittel- und langfristige Investoren tun daher gut daran, nicht ausgerechnet nahe an einem Hoch einzusteigen … aber gemeinhin ist gerade das der Fall, denn nahe eines markanten Hochs ist die Stimmung am besten, sonst – logisch – würden die Kurse ein solches Hoch ja gar nicht erst erreichen. Ob dergleichen in absehbarer Zeit droht, ist einem solchen historischen Chart nicht zu entnehmen. Aber er zeigt etwas anderes: Selbst, wenn der DAX die Trendlinie, die die Anfang 2009 begonnene Hausse begleitet, testen würde, wie er das 2016 zweimal tat, würde das nicht ganz schmerzlos verlaufen, denn diese Linie verläuft im Januar 2017 bei 9.730 Punkten. Besser also, gar nicht erst etwas anbrennen zu lassen. Das sicherzustellen, ist die bullishe Seite intensiv bemüht, denn man weiß: Jede Trendwende beginnt mit einer normal wirkenden Korrektur. Also wehret den Anfängen … aber das scheint momentan nicht mehr so recht zu funktionieren, wie wir im Chart auf Tagesbasis sehen:

 

 

Eine zehn Handelstage währende Seitwärtsbewegung auf engstem Raum, für die man in den letzten beiden Handelswochen 2016 noch die Ausrede hatte, die „Bücher“ der großen Adressen seien zum Jahresende bereits geschlossen, wurde zwar gleich am ersten Handelstag des neuen Jahres durch einen Aufwärtsschub von einem Prozent abgelöst. Aber seitdem geht schon wieder nichts voran – am gestrigen Dienstag dauerte das Wassertreten nun schon sechs Tage an. Und je länger nichts vorangeht, desto mehr Marktteilnehmer tendieren dazu, ihre Positionen doch besser etwas abzubauen, um Gewinne zu sichern. Dass der DAX seitdem wieder Umsätze normaler Größenordnung aufweist, ohne dass etwas vor oder zurück geht, unterstreicht dabei, dass das auch bereits passiert. Doch andere Akteure halten fleißig die Hand auf, um den Index auch nicht das kleineste Stückchen abrutschen zu lassen. Warum? Die Motivation ist kaum zu verbergen. Die Rahmenbedingungen würden für eine Korrektur sprechen: Der Euro könnte jederzeit zu einer Wende nach oben ansetzen, Gold steigt längst und der Dow Jones scheiterte am Dienstag schon wieder beim Versuch, die 20.000er-Marke zu überwinden. Normalerweise würde der DAX in einem solchen Umfeld zumindest etwas „ausatmen“, aber das hieße, dass er in die in Reichweite liegende „Zone X“ abgleiten würde, die Kreuzunterstützung aus der oberen Begrenzung des Februar-Trendkanals, dem November-Hoch 2016 und der 20-Tage-Linie zwischen 11.431 und 11.490 Punkten. Und würde diese Zone brechen, wäre der nächste Supportbereich eben erst „ganz unten“, im Bereich 10.800/10.826 Punkte zu finden. Das Problem: Je bemühter die bullishe Seite agiert, desto auffälliger wird dieses Gebaren. Und je mehr Akteure daraufhin kurzfristig die Segel streichen, desto teurer kommt es, den DAX „oben“ zu halten. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um ihn durch einen neuen Aufwärtsimpuls außer Reichweite der „Zone X“ zu ziehen … aber momentan fehlt es da an Argumenten. Denn würde man es ohne solche bullishen Argumente versuchen, wäre das Risiko, dass die Gewinnmitnahmen dann umso heftiger einsetzen, groß. Wir behalten auf der Short-Seite unseren Ankerpunkt in Form von Schlusskursen unter 11.400 Punkten bei, auf der Long-Seite bietet diese Konstellation noch keine Basis für das Fixieren eines möglichen Einstiegspunkts.

 

Widerstände: 11.802 / 12.391

Unterstützungen: 11.490 / 11.477 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.474 / 10.411 / 10.262 / 10.093

 

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Produkte

Name Produkttyp Hebel K.O. Abst.K.O. Geld Brief % Tag
Open End Turbo Long auf DAX Open End Turbo 6,5 10.802,24 15,2 % 19,66 19,71 -1,84 %
Open End Turbo Long auf DAX Open End Turbo 5,2 10.312,55 19,0 % 24,55 24,60 -1,52 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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