Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

60 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Der Schein könnte trügen

Donnerstag, 12. Januar 2017

Naht das Ende der Trump-Rallye?

 

 

Ein neues Rallye-Hoch bei 11.692 Punkten, ein neuer Höchstkurs auf Schlusskursbasis (11.646 Punkte) im Zuge der seit sechs Wochen laufenden Rallye, das klingt, als wäre der bullishen Seite einfach nicht beizukommen und eine Korrektur weiterhin kein Thema. Doch der schöne Schein könnte täuschen. Denn Basis dieses Anstiegs war die erste Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Trump seit der Wahl des 9. November. Und nur neun Tage vor seiner Vereidigung erwartete man, dass er nun konkreter darlegen werde, wie er seine im Wahlkampf umrissenen Ziele erreichen will. Was selbstredend eine tadellose Grundlange für eine Rallye wäre. Doch diese Pressekonferenz konnte selbst verhaltene Erwartungen nicht erfüllen. Trump blieb ebenso vage wie vor der Wahl, unterstrich aber, dass alles wirklich toll werden würde. Er lobte sein Team und sein künftiges Kabinett. Er warnte erneut die US-Unternehmen, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Er schimpfte mit unbelegten Anschuldigungen gegen China und Russland und erneuerte sein Versprechen, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen. Auf konkretere Fragen der Journalisten antworte er entweder vage, ausweichend oder gar nicht. Was blieb, war der Eindruck: Wer aktuell darauf baut, dass der US-Wirtschaft goldene vier Jahre bevorstehen, muss es weiterhin einfach unbesehen glauben. Nun könnte man einwenden, dass das Plus des DAX doch belegt, dass die Akteure diese Veranstaltung positiv aufgenommen haben. Aber der hier gezeigte Verlauf des DAX auf Fünf-Minuten-Basis, nur für den gestrigen Mittwoch, zeigt, dass dem nicht so ist.

 

 

Die DAX-Notierungen waren vor Beginn der Pressekonferenz kurz nach 17 Uhr gestiegen. Anfänglich noch gedrückt, schoss der deutsche Leitindex ab 10 Uhr wieder nach oben, holte die Abschläge auf und sah seinen zweiten Aufwärtsschub, der ihn auf neue Rallye-Verlaufshochs führte, zwischen 15:30 Uhr, als der US-Handel einsetze, und 16:45 Uhr. Da wurde das Tageshoch von 11.692 Punkten markiert, nicht, als Trump seine Pressekonferenz begonnen hatte. War das also eine Rallye der Optimisten, die darauf bauten, dass die Käufe nach Trumps (ausgebliebener) Vorstellung konkreter Pläne erst richtig losgehen? Das wäre schon gewagt, aber es dürfte noch kritischer sein: Das war die zuletzt so oft gesehene „Flucht nach vorne“. Das heißt, hier kauften große Adressen im Vorfeld, um sicherzustellen, dass eine negative Reaktion auf die Trump-PK nicht dazu führt, dass die neuralgische „Zone X“ zwischen 11.431 und 11.495 Punkten brechen und den Weg hinunter bis in den Bereich um 10.800 Punkte freigeben würde. Denn immerhin war der DAX dieser Zone, Sie sehen es im Chart auf Tagesbasis, im Tagestief schon bedrohlich nahe gekommen. Doch eine solche Flucht nach vorne braucht Anschlusskäufe, um zu funktionieren. Was also kann die Anleger heute davon überzeugen, weiter ein- statt auszusteigen? Die Reaktion der Wall Street war diffus. Kauf- und Verkaufswellen gaben sich die Klinke in die Hand, wobei auch dort zu erkennen war, dass es vor allem darum ging, kurzfristige Unterstützungen auf Biegen und Brechen zu halten, konkret die 20-Tage-Linien bei Dow Jones und S&P 500, die seit Tagen aktiv verteidigt werden müssen. Der Euro, im Vorfeld der PK bis auf fast 1,0450 US-Dollar durchgesackt, zog wieder an, Gold blieb in Schlagdistanz wichtiger Widerstandsmarken. Dies und der dünne Eindruck, den der neue US-Präsident hinterließ, machen deutlich: Die Korrektur ist keineswegs aus der Welt und diese Prä-PK-Rallye keine taugliche Basis, jetzt bei unverändert überkaufter Markttechnik auf die Long-Seite zu setzen. Der Ankerpunkt Short bleibt unverändert bei einem Schlusskurs unter 11.400 Punkten.

 

Widerstände: 11.692 / 11.802 / 12.391

Unterstützungen: 11.495 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.474 / 10.420 / 10.262 / 10.093

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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