Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

60 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Diese Woche stehen Richtungsentscheidungen an

Montag, 16. Januar 2017

Wie lange geht der Seiltanz der Bullen noch gut?

 

 

Der Freitag mit seiner Gegenbewegung zu den Abgaben des Donnerstags rette dem DAX im Wochensaldo ein Plus von 30 Punkten. Immerhin. Dafür, dass damit die sechste Woche am Stück in der Gewinnzone abgeschlossen wurde und niemand sich über eine Korrektur wundern müsste, durchaus eine Leistung. Doch was versierte Investoren irritiert, sind die Antworten, die sich auf die Frage nach dem „Warum“ dieser so unerschütterlich wirkenden Stabilität aufdrängen. Und nicht wenige dürften daher dem Ende dieser neuen Woche mit einer gewissen Unruhe entgegensehen. Denn da steht zunächst am Donnerstag die erste Sitzung der EZB im neuen Jahr und am Freitag die Vereidigung von Donald Trump als US-Präsident an. Beides sind Termine, die Sprengstoff beinhalten können. Können, nicht müssen. Aber es dürfte nun Tag um Tag schwieriger werden, auch kleinere Irritationen wegzustecken, denn es wird immer deutlicher: Der DAX wird durch die Sorge vor den Auswirkungen eines Rücksetzers oben gehalten, nicht durch überzeugte Käufer. Denn wäre letzteres der Fall, er müsste deutlicher zulegen. Die EZB wird nicht umhinkommen, sich zu den im Dezember so deutlich gestiegenen Inflationsraten zu äußern. Wie wird man damit umgehen? Eigentlich sollte die EZB sich ja auf die Schulter klopfen. Aber ein baldiges Ende der Jahre niedrigster Zinsen und billigster Kredite kann nicht jedermann am Aktienmarkt gefallen. Dazu ist zu viel auf genau diesen niedrigen Zinsen und dem in deren Kielwasser massiv gedrückten Euro aufgebaut. Und die Vereidigung Trumps wird zeigen, ob sich die US-Bevölkerung mehrheitlich mit diesem ungewöhnlichen Mann im Weißen Haus arrangiert hat. Je nachdem, wie die angekündigten Proteste ausfallen, kann das beruhigend oder beängstigend auf die Wall Street wirken – was beim DAX nicht ohne Nachhall bleiben würde.

 

 

Und diese Termine treffen auf einen DAX, bei der die bullishe Seite unverändert auf der Flucht nach vorne ist, um zu verhindern, dass die wichtige Kreuzunterstützung aus 20-Tage-Linie und der oberen Begrenzung des Februar-Aufwärtstrends fällt, sie sich mittlerweile deutlicher von der weniger entscheidenden Linie bei 11.431 Punkten nach oben abgesetzt hat (das Hoch vom November 2015). Und diese Zone steigt Tag um Tag ein Stückchen an. Das Plus von 30 Punkten im Vergleich zur Vorwoche hat nicht ausgereicht, um dahingehend einen Sicherheitspuffer zu schaffen. Und auch ohne EZB und Trump ist das Marktklima zusehends unbeständig. Die Euro/US-Dollar-Relation hielt sich am Freitag über der Marke von 1,06, der Goldpreis blieb in Schlagdistanz der Widerstandszone um 1.200 US-Dollar. Der Tageschart zeigt, dass die Käufe des Freitags bitter nötig waren um zu verhindern, dass der DAX „ins Loch fällt“, d.h. durch den Wiedereinstritt in den Februar-Aufwärtstrendkanal markantes charttechnisches Abwärtspotenzial freisetzt, bei dem nur die in ihrer Tragfähigkeit fragliche Linie bei 11.431 Punkten noch eine Haltelinie oberhalb der Zone 10.800/10.826 Punkte darstellen würde. Und je deutlicher wird, dass die bullishe Seite hier Tag um Tag in die Defensive gerät, desto mehr kurzfristige Trader dürfte es locken, hier einmal etwas aggressiver zu testen, wie stabil der DAX an dieser Kreuzunterstützung 11.506/11.522 Punkte wirklich ist. In dieser Konstellation wäre eine Long-Position weiterhin keine Option mit tauglichem Chance/Risiko-Verhältnis. Einfach aus dem Bauch heraus auf der Short-Seite zu agieren, wäre aber nicht minder riskant, wir würden hier weiterhin einen Schlusskurs unter 11.400 Punkten abwarten, bevor man über einen Short-Einstieg nachdenken könnte.

 

Widerstände: 11.692 / 11.802 / 12.391

Unterstützungen: 11.522 / 11.506 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.474 / 10.439 / 10.262 / 10.093

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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