Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

60 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Noch haben die Bullen die Lage im Griff …

Mittwoch, 18. Januar 2017

… aber der Druck nimmt zu

 

 

Ein erneut anziehender Euro zum US-Dollar, ein kräftiges Plus bei Gold und eine gewisse Unruhe vor der Rede der britischen Premierministerin May zum Thema BrExit sorgten dafür, dass der DAX am Dienstag schlecht in den Tag startete. Doch wie dieser Chart auf Fünf-Minuten-Basis, der den Dienstag und die letzten Minuten des Montagshandels zeigt, belegt, ging es für die bulllishe Seite am Ende gut aus. Wer sich jedoch fragt, wieso man auf einmal nach dem Ende der Rede von Mrs. May gegen 12:30 Uhr wieder guter Dinge war, findet keine schlüssige Antwort. Denn diese Rede war genauso vage, wie man es befürchten durfte, immerhin sind zwar seit dem Referendum acht Monate ins Land gezogen, aber weder die EU noch die Briten selbst wissen so recht, wie man diesen Ausstieg konkret bewerkstelligen soll. Die vorgesehene Zeitspanne von zwei Jahren läuft ab, aber die britische Premierministerin hatte über die üblichen Floskeln von Zusammenarbeit, Einigkeit und Freundschaft nur zu bieten, dass selbstredend beide Kammern des britischen Parlaments über den Ausstieg abstimmen und dem zustimmen müssten, bevor es weitergeht. Wobei kaum jemand sich fragte, was im Fall einer Ablehnung passieren soll, während das Volk dafür gestimmt hat. Aber es war eben nichts, das man wirklich hätte positiv werten können oder gar müssen. Und weder fiel der Euro zum US-Dollar im weiteren Handelsverlauf nennenswert zurück noch der Goldpreis. Was also war die Basis für die mittägliche Aufholjagd, deren Schwung, was ebenso interessant ist, umgehend endete, als das Minus des DAX vom Tisch war?

 

 

Hier dürfte schon wieder die Flucht nach vorne seitens der bullishen Investoren Basis der Käufe gewesen sein. Der Chart auf Tagesbasis verdeutlicht, warum das nötig wurde. Sie sehen, dass der morgendliche Schwächeanfall dazu führte, dass der deutsche Leitindex mit Schwung durch die Kreuzunterstützung 11.517/11.537 Punkte (20-Tage-Linie und obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals vom Februar 2016) rutschte. Zur Mittagszeit stand dann auch noch die letzte Auffanglinie oberhalb der Zone 10.800/10.826 Punkte, das Hoch vom November 2015 bei 11.431 Punkten, zur Disposition. Dort wurde mit aller Macht dagegen gehalten – und vorerst mit Erfolg. Der Bruch dieser - durch die Dauer-Belagerung langsam porös werdenden - Unterstützungen wurde ein weiteres Mal verhindert. Besonders motiviert dürfte man da auch seitens der großen Akteure am Terminmarkt gewesen sein, denn so knapp vor der Abrechnung der Index-Optionen zum Januar-Verfalltermin übermorgen wäre ein DAX, der plötzlich aus der mehrheitlich erwarteten Abrechnungsspanne nach unten ausbricht und womöglich dann durchgereicht wird, fatal gewesen. Doch mit der EZB morgen, dem Konjunkturdaten-Paket aus China Freitagfrüh und der Vereidigung von Donald Trump am Freitagabend stehen noch genug weitere Unwägbarkeiten im Raum, die die bearishe Seite zu erneuten Attacken veranlassen könnten. Denn eines hat dieser Dienstag deutlich gemacht: Die Unterseite des Dax, so sehr sie auch momentan noch verteidigt wird, scheint „weich“ zu sein. Das gestrige Kursgeschehen bestätigt unseren Ankerpunkt Short von 10.400 Punkten auf Schlusskursbasis, auf der Long-Seite bietet sich nach diesem Tag unverändert noch keine Positionierung oder die Fixierung eines Ankerpunkts an.

 

Widerstände: 11.692 / 11.802 / 12.391

Unterstützungen: 11.537 / 11.517 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.474 / 10.459 / 10.262 / 10.093

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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