Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

60 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Der charttechnische Airbag

Donnerstag, 19. Januar 2017

EZB, Trump, China, Verfalltermin – jetzt geht es Schlag auf Schlag

 

 

Man schaut auf den DAX, sieht, dass er auf Tageshoch geschlossen hat und lehnt sich entspannt zurück. Eine Verlockung, die noch zunimmt, wenn man feststellt, dass dieses Plus weder durch einen wieder fallenden Euro, nennenswert nachgebende Goldnotierungen oder eine Rallye an der Wall Street unterstützt wurde. Der DAX stieg „einfach so“, wie es schien. Ein Beweis, dass die bullishe Seite die Situation weiterhin völlig unter Kontrolle hat? So wirkt es. Aber wenn man einen Blick auf den Terminkalender wirft, tauchen Fragezeichen auf: Heute EZB-Entscheidung nebst Pressekonferenz, in der Nacht zum Freitag wichtige Konjunkturdaten aus China, am Freitag selbst der Options-Verfalltermin an der Terminbörse und am Abend die Vereidigung von Donald Trump, der danach bereits erste Entscheidungen fallen könnte, die die Aktienmärkte am Montagmorgen zum Handelsstart durcheinander wirbeln könnten – und die Anleger kaufen einfach weiter, ohne Nervosität oder gar Furcht? Und trotz des Balanceaktes, den der DAX auf Höhe der Kreuzunterstützung aus 20-Tage-Linie und der oberen Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals vollzieht? Das ist schwer zu glauben. Und es wäre nur die Regel denn die Ausnahme, würden die Käufe gestern nicht ganz im Gegenteil nicht auf Optimismus, sondern auf der Sorge basieren, dass beim DAX im Zuge dieser Flut von kursbewegenden Terminen etwas anbrennen könnte. Das Ziel: Die Schaffung einer Art charttechnischen Airbags. Was meint:

 

 

Der DAX wurde nach seinem kurzen Ausflug in die Seitwärtsspanne, die vor der Jahreswende herrschte (siehe Chart auf 60-Minuten-Basis oben) wieder in die den Januar dominierende Spanne zurück gehoben, um Spielraum zu den kurzfristig entscheidenden Unterstützungen zu haben, falls die Reaktion auf eines oder mehrere der obengenannten Ereignisse zu nennenswertem Abgabedruck führen sollte. Urheber dieser „Sicherheitskäufe“ könnten alle großen Adressen sein. Denn nicht nur diejenigen, die mit ihren komplexen, aber riesigen Terminmarkt-Positionen Probleme bekämen, sollte der DAX heute ausgerechnet einen Tag vor der Abrechnung der DAX-Optionen aus der Handelsspanne ausbrechen, hätten Grund, einen solchen Puffer aufzubauen. Letzten Endes sind alle großen Adressen, deren Positionen derart groß sind, dass sie nicht imstande wären, diese kurzfristig nennenswert zu reduzieren, ohne dadurch selbst einen Kursrutsch auszulösen, an einem solchen Airbag interessiert. Meist funktioniert das auch, aber keineswegs immer. Warten wir es ab. Ein anziehender Index, der mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit nicht steigt, weil ihn Zuversicht und „good news“ treiben, hat keine allzu großen Perspektiven nach oben, denn es geht nicht um „höher“, sondern um „weg von entscheidenden Unterstützungen“. Daher ist die Long-Seite unverändert noch kein Thema, der Ankerpunkt Short bleibt bei Closings unter 10.400 Punkten.

 

Widerstände: 11.692 / 11.802 / 12.391

Unterstützungen: 11.542 / 11.522 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.474 / 10.469 / 10.262 / 10.093

 

Weitere Informationen zu DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:

 

 

 

Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 12,18 12,19 -0,81 % Direkt handeln
Open End Turbo Long auf DAX 5,0 24,68 24,69 -0,44 % Direkt handeln

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Mini Future Short auf DAX 10,1 12,16 12,17 +0,75 % Direkt handeln
Open End Turbo Short auf DAX 5,0 24,69 24,70 +0,37 % Direkt handeln

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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