Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Befreiungsschlag mit der Brechstange

Donnerstag, 26. Januar 2017

Die Gefahr der Wende ist gebannt - vorerst

 

 

Um es vorwegzunehmen: Der gestern vollzogene Ausbruch aus der Handelsspanne nach oben ist natürlich aus charttechnischer Sicht klar bullish. Und wer entsprechend risikobereit und kurzfristig agieren mag, könnte sich einen Long-Einstieg mit kleinem Kapitaleinsatz und einem mit 11.550 Punkten relativ engen Stop Loss auch überlegen. Aber vorher sollte man sich der Risiken bewusst sein, die diese Situation zwar nicht zu haben scheint … aber eben doch hat. Wenn der DAX dieses bisherige Wochenplus in den Freitag retten kann, wäre er acht Wochen in Folge gestiegen. In einem Umfeld, in dem seither der Euro stieg, der Goldpreis zulegte und Trump genauso wild agiert, wie man es befürchtet hatte. Das ist nicht gerade ein Anstieg von zwingender Logik. Und es erinnert ein wenig an die noch einige Wochen länger währende Rallye von Anfang 2015, als man den DAX in Erwartung von Wundertaten der EZB durch die Decke trieb. Die Wundertaten blieben aus und der DAX verlor alles, was er zuvor gewonnen hatte. Es gibt, mit einem zusätzlichen Seitenblick auf die sogar auf Wochenbasis jetzt überkaufte Stochastik, keinen Grund, ein ähnliches Ende dieser Rallye einfach auszuschließen. Zumal dieser Ausbruch nicht auf „good news“ basierte, sondern auf dem gezielten Einsatz der Brechstange.

 

 

Denn der deutsche Leitindex wurde plötzlich im Futures-Handel, vor Start des Xetra-Handels, kräftig höher gekauft. Was dazu führte, dass er um 9 Uhr bereits am oberen Ende der wochenlangen Handelsspanne eröffnete und die Akteure damit vor vollendete Tatsachen gestellt wurden: Kaufen, eindecken … oder im Fall eines schnell weiter steigenden Index entweder wichtige Performance verpassen (was Fonds und Versicherungen angeht) oder niedergemacht werden (im Fall von bestehenden Short-Positionen). Gerade der Umstand, dass man vergeblich nach Gründen suchte (der ifo-Index als einzig interessante Konjunkturzahl kam erst um 10 Uhr, als der DAX schon über 11.750 stand, und fiel zudem schwach aus), sorgte dafür, dass die meisten die defensive Variante wählten und kauften bzw. eindeckten. Denn man fürchtete, irgendjemand wisse etwas, das eine Rallye begründen würde und man käme zu spät, wollte man auf diese Nachricht warten. Die nie kam. Das deutet an, dass große Adressen ganz bewusst diesen Weg der Überrumpelung wählten. Möglicherweise als gezielte Vorlage für den Dow Jones, um diesen über die 20.000 zu heben. Oder einfach, um endlich das permanente Risiko loszuwerden, dass der DAX unter 11.400 Punkte rutscht und sich plötzlich bei 10.800 Punkten wiederfindet. Das kann klappen, muss aber nicht. Denn würden jetzt Anschlusskäufe ausbleiben, man würde auf den Wochenchart blicken und erkennen, dass der DAX jetzt bereits die nächste Widerstandszone zwischen 11.802 und 11.920 Punkten erreicht hat und die Gelegenheit nutzen, auf plötzlich deutlich besserem Kursniveau Gewinne mitzunehmen. Und gerade die, die „unten“ am Morgen angeschoben haben, wären dazu verleitet, denn sie hätten kurzfristig natürlich jetzt ordentlich etwas verdient. Daher: Ja, der DAX ist jetzt charttechnisch bullish, aber das Eis ist deswegen nicht dicker. Long wäre daher aus unserer Sicht nur eine Option für risikofreudige Akteure und sollte nur mit kleinem Kapitaleinsatz und engem Stop Loss bei 11.550 Punkten erwogen werden.

 

Widerstände: 11.802 / 11.920 / 12.391

Unterstützungen: 11.692 / 11.585 / 11.550 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.512 / 10.474 / 10.262 / 10.093

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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