Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Die Rallye wirkt verdächtig künstlich …

Freitag, 27. Januar 2017

… und der gestrige Doji ist kein gutes Zeichen

 

 

Der Tag nach dem Ausbruch aus der wochenlangen Handelsspanne gestaltete sich nicht weniger „verdächtig“ als der Ausbruch selbst. Diese Rallye wirkt „künstlich“, mit der Brechstange erzeugt. Und das so auffällig, dass es am Donnerstag nicht zu Anschlusskäufen kam. Dass der DAX im Xetra-Vergleich trotzdem ein Plus von einem Drittel Prozent vorweisen konnte, lag daran, dass er mit einer Kurslücke von 62 Punkten nach oben startete, dann aber bereits nach 20 Minuten sein Tageshoch erreichte und dann stetig, wenngleich langsam abbröckelte. Das ist keine normale Reaktion auf einen Befreiungsschlag nach oben. Wobei die an der Wall Street ebenso ausfiel, auch dort blieben echte Anschlusskäufe aus. Das Argument, dass der DAX von hier aus aber weiter zulegen könnte, nur, weil durch die leichten Abgaben im Handelsverlauf die zum Start entstandene Kurslücke geschlossen wurde, wird unter den bullishen Akteuren herumgereicht, keine Frage. Aber man muss dagegenhalten: Was ist mit der Kurslücke vom Mittwochmorgen – muss die dann nicht auch geschlossen werden? Nein, man sollte in jedem Fall höchst behutsam und vorsichtig agieren, wenn man hier auf der Long-seite aktiv ist. Denn auch das Kursverhalten bei den „Begleit-Assets“ Euro/US-Dollar und Gold passte zu diesem problematischen Bild. Beide fielen – und würden damit steigende Kurse am Aktienmarkt unterstützen. Das auffällige jedoch war: Es gab keinerlei Nachrichten, die das begründet hätten. Aber der Abstieg des Euro und des Goldpreises begann in dem Moment, als auffiel, dass die Anschlusskäufe beim DAX ausblieben. Und es wäre nicht das erste Mal in den letzten Monaten und Jahren, dass große Adressen dort dann gezielt auf die Kurse drücken, um ein ungetrübt positives Bild zu suggerieren und die Anleger bei der Stange zu halten.

 

 

Ob all diese Griffe in die Trickkiste funktionieren, werden die kommenden Tage zeigen. Anfang Dezember, Sie sehen es im Chart, hatte eine vergleichbare Aktion ja tadellos funktioniert, nur war da Donald Trump noch nicht im Amt. Und dessen Aussagen und Aktivitäten sorgen für zunehmendes Unbehagen. Konnte man im Dezember einfach den Hoffnungen freien Lauf lassen, ist jetzt die Zeit, in denen die bestätigt werden müssten. Und das Platzen des Treffens zwischen Trump und dem mexikanischen Regierungschef als Reaktion auf provozierende Sprüche des US-Präsidenten ist nichts, das die Anleger positiv aufnehmen könnten. Das Risiko, dass der Welthandel durch Trump in Schwierigkeiten gebracht wird, ist greifbar. Positionen auf der Long-Seite wären trendkonform, aber in diesem so auffällig bemüht bullish gehaltenen Umfeld mit einem höheren Risiko versehen als üblicherweise. Daher bleibt es dabei: Bestehende Long-Positionen sollten nur mit kleinem Kapitaleinsatz gefahren werden, nicht zu aggressiv gestaltet sein und mit 11.550 Punkten einen relativ engen Stop Loss aufweisen. Auf der Short-Seite bleibe es grundsätzlich bei einem Ankerpunkt unter 11.400 Punkten, was noch keineswegs aus der Welt wäre. Ob eventuell bereits Closings unter 11.550 Zählern ausreichen, um auf der bearishen Seite aktiv zu werden, müsste man überprüfen, sobald der DAX in diese Region zurückfallen sollte.

 

Widerstände: 11.920 / 12.391

Unterstützungen: 11.802 / 11.692 / 11.605 / 11.555 / 11.431 / 10.826 / 10.705 / 10.520 / 10.474 / 10.262 / 10.093

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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