Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: US-Notenbank als Zünglein an der Waage

Mittwoch, 1. Februar 2017

Für die Bullen geht es ans Eingemachte

 

 

Für die Bullen geht es jetzt ans Eingemachte. Mit jedem Tag verfestigt sich der Eindruck, dass die, vornehm ausgedrückt, unkonventionelle Art des neuen US-Präsidenten auch die Wirtschaft in Schwierigkeiten bringen dürfte. Das führte dazu, dass die Wall Street am Dienstag erst einmal nachgab. Diese Verluste konnten zwar bis zum US-Handelsende beim Dow Jones eingegrenzt und beim Nasdaq 100 sogar komplett aufgeholt werden. Aber die wacklige Stimmung war damit nicht geheilt. Hinzu kommt, dass der Euro zum US-Dollar anzog, ein Hemmnis für die europäischen Exporteure. Einerseits, weil die Eurozone-Inflationsdaten ins selbe Horn stießen wie die am Montag veröffentlichten Deutschen Verbraucherpreise. Mit +1,8 Prozent liegt die Inflation der Eurozone zumindest in der Gesamtrate inklusive Energiepreise jetzt im Bereich der von der EZB angestrebten Zielzone. Andererseits, weil auf der Dollar-Seite zu den aufkeimenden Zweifeln an der vorher als sicher angenommenen Effektivität von Donald Trumps Politik ein unerwartet schwacher Einkaufsmanagerindex der wichtigen Region Chicago kam, der mit 50,3 Punkten kein nennenswertes Wachstum für Januar mehr auswies. Das trieb den Euro und drückte den US-Dollar zeitgleich. Jetzt wird es auf die US-Notenbank ankommen. Die wird heute um 20 Uhr ihre erste Entscheidung im neuen Jahr bekanntgeben. Wird man sich da bereits bewegen, ggf. das Leitzinsziel anpassen oder sich zu der neuen Art der US-Politik äußern? Das wird das Zünglein an der Waage werden und entscheiden, ob die bullishe Seite wieder einmal knapp davonkommen und den Rückfall des DAX in den Februar 2016-Trendkanal verhindern wird.

 

 

Der oben abgebildete Chart auf 15-Minuten-Basis zeigt den DAX Future. Der handelt bis 22 Uhr, schließt also parallel zur Wall Street und konnte so die dortige Erholung zum US-Handelsende mitmachen. Das führte dazu, dass zwar zum Xetra-Handelsende der Stop Loss für Long-Positionen ausgelöst wurde, die letzte abendliche Indikation des DAX aber wieder über diesem Level lag. Da wir im Zweifelsfall immer die letzte Kursstellung am Abend als Referenz nehmen, ob eine Position eingegangen werden könnte oder nicht, wäre somit noch keine Basis für den umgehenden Einstieg auf der Short-Seite gegeben. Was indes mit Blick auf die völlig offene Reaktion bzgl. der US-Notenbank heute Abend auch gut so ist. Klar ist: Die bullishe Seite muss jetzt etwas tun. Die 20-Tage-Linie fiel am Dienstag und nur im DAX Future wurde die obere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals mit Ach und Krach gehalten. Der Ausbruch nach oben ist damit als Bullenfalle zu sehen – aber ob daraus auch direkt ein bearishes Signal im Chart entsteht, wird sich erst noch herausstellen. Wir würden zumindest den heutigen Handelstag noch neutral bleiben und, je nachdem, wie der Handel vor allem am Abend dann verläuft, auch den Ankerpunkt Short wieder auf 11.400 Punkte nach unten verlegen, sollte es nicht zu einem eindeutigen Ergebnis im Ringen zwischen bullishen und bearishen Tradern kommen. Auch der Wiedereinstieg Long wäre nicht ausgeschlossen, aber dazu bedarf es einer überzeugenden Vorstellung des DAX, für die sich im Vorfeld noch kein Ankerpunkt fixieren ließe.

 

Widerstände: 11.623 / 11.692 / 11.802 / 11.920 / 12.391

Unterstützungen: 11.572 / 11.431 / 10.826 / 10.540 / 10.474 / 10.262 / 10.093

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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