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50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: US-Notenbank liefert den Bullen kein Futter

Donnerstag, 2. Februar 2017

Wie weit kommt der DAX ohne US-Schützenhilfe?

 

 

Das war wohl nichts. Die US-Notenbank enthielt sich in ihrem gestern um 20 Uhr veröffentlichten Statement nicht nur jeglicher Hinweise darauf, wie sie die bisherigen Maßnahmen des neuen US-Präsidenten wertet, sondern auch allen Indikationen dahingehend, ob und wann die US-Leitzinsen das nächste Mal angehoben werden könnten. Man blieb so vage, wie es irgend ging, ohne dabei die übliche, grundsätzliche Zuversicht hinsichtlich Wachstum und dem Erreichen des Inflationsziels zu vernachlässigen. Kurz: Das Statement bot den Anlegern keine Vorlage. Der Euro blieb  zum US-Dollar am oberen Ende der Handelsspanne der letzten Wochen, brach also nicht nach oben aus, andererseits aber auch nicht ein. Und die US-Indizes pendelten sich wenig bewegt in Richtung Feierabend, ausgenommen der Nasdaq-Index, bei dem die nach ihren Quartalszahlen stark zulegende Apple-Aktie positiv zu Buche schlug. Es konnte nicht überraschen, dass man hierzulande nur imstande war, die müden Bewegungen der US-Indizes im hier abgebildeten DAX Future (5-Minuten-Basis seit Wochenstart) nachzumachen. Das bedeutet, dass die deutschen Investoren heute ohne klare Vorgaben zusehen müssen, wie sie zurechtkommen. Was für die bullishe Seite trotz des nominalen Plus des Mittwochs kein Spaziergang sein muss. Denn auch der DAX profitierte vom Anstieg einer einzelnen Aktie. Von den 124 DAX-Pulspunkten entfielen die Hälfte auf den Anstieg der schwer gewichteten Siemens-Aktie, die ebenso wie Apple deutlich im Anschluss an am Morgen veröffentlichte Quartalszahlen stieg. Ohne Siemens wäre die Gegenreaktion des Mittwochs also ziemlich mickrig ausgefallen. Für ein positives Ende dieser Handelswoche müsste sofort eine erneute Attacke der Bullen her, denn:

 

 

Davon abgesehen, dass der DAX im Zuge der Gegenreaktion nach oben das Tageshoch des Dienstags ansteuerte, aber nicht überwand und danach am Abend (siehe der Chart des DAX Future oben) jeweils kleine, tiefer liegende Hochs ausbildete, ist der Umstand, dass der DAX zwar mit einer kräftigen Kurslücke nach oben eröffnete, dann aber unweit des Eröffnungsniveaus schloss, ein Hinweis drauf, dass die bullishe Seite nicht recht aus den Startblöcken kommt. Ein tauglicher Sicherheitspuffer zu der bislang immer wieder verteidigten oberen Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals (11.577 Punkte) ist so nicht entstanden, erst recht nicht zur bei 11.627 Zählern verlaufenden, nur knapp zurückeroberten 20-Tage-Linie. Da müsste seitens der bullishen Seite umgehend mehr kommen, um den Test dieser Unterstützungen in einen überzeugenden, neuen Aufwärtsimpuls zu verwandeln, der einen Wiedereinstieg auf der Long-Seite nahelegen würde. Auf der Short-Seite muss das tagesaktuelle Geschehen zeigen, ob es bereits im Fall von Schlusskursen (inklusive der letzten abendlichen Indikation um 22 Uhr) unter 10.550 Punkten eine Basis für Short-Engagements gäbe oder man bis zum Bruch der Zone von 11.400 Punkten warten sollte – für den Moment bleibt der DAX im ganz kurzfristigen Zeitfenster neutral mit dem Hauch eines bearishen Untertons.

 

Widerstände: 11.692 / 11.802 / 11.920 / 12.391

Unterstützungen: 11.627 / 11.577 / 11.431 / 10.826 / 10.546 / 10.474 / 10.262 / 10.093

 

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