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Wahrscheinlichkeit

60 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Korrektur - jetzt oder nie?

Dienstag, 7. Februar 2017

Die Bullen hoffen auf einen „Turnaround Tuesday“

 

 

Wenn der DAX um eine Korrektur bis hinunter in den Bereich 10.800 Punkte herumkommen will, wären die bullishen Akteure genau jetzt und heute aufgerufen, den Dienstag sich seinen Spitznamen Turnaround Tuesday verdienen zu lassen. Es stellt sich indes die Frage, ob die Zahl, die etwas dagegen hat, weil sie sich bereits auf der bearishen Seite eingerichtet hat, nicht schon zu groß geworden ist. Der DAX verlor zum Wochenstart 142 Punkte, obwohl der Euro nicht zulegte und die Wall Street per Saldo gehalten schloss. Auch nachbörslich war, wie dieser Chart des DAX Future auf 15-Miunuten-Basis zeigt, nichts mehr zu holen gewesen. Der DAX schloss in der letzten Indikation per 22 Uhr bei 11.512 Punkten und damit gegenüber dem Xetra-Schlusskurs per 17:30 Uhr nahezu unverändert. (Hinweis: Im Chart fehlen die letzten zwei Handelsstunden, da hat die Datenbank eine Lücke, was aber an der Aussage des Charts nicht ändert.) Der abverkaufte Ausbruchsversuch in der vorvergangenen Woche und die vergeblichen Versuche, diesen Rückschlag wieder wettzumachen, gekennzeichnet durch die immer niedriger liegenden kleinen Zwischenhochs, haben offenbar das bullishe Lager deutlich dezimiert. Und der untenstehende Tageschart zeigt: Jetzt ist der DAX erneut, wie schon Dienstag voriger Woche, in den Februar 2016-Aufwärtstrendkanal zurückgefallen. Aber diesmal deutlicher – und ohne Gegenwehr am Abend.

 

 

Diese relative Schwäche des DAX (und auch des Euro Stoxx 50) könnte, muss aber nicht mit den Aussagen Mario Draghis am Montag zu tun gehabt haben, dass die EZB die anziehende Inflation erst als relevant ansehen werde, wenn sie mittelfristig das Zielniveau von knapp zwei Prozent erreicht habe, wobei er natürlich nicht sagte, was unter „mittelfristig“ zu verstehen sei. Das hätte in einem bullishen Umfeld womöglich sogar für Kursgewinne gesorgt. So vertieft sich zwar der Eindruck, dass die EZB momentan aus ihrer Politik des billigen Geldes gar nicht aussteigen kann, aber das ahnte man schon in der Notenbanksitzung vom Januar. Es wirkt, als sei der DAX einfach schwach, weil die Zahl derer, die daran glauben, dass er die Widerstandszone 11.802/11.920 Punkte, an der er nun abgewiesen wurde, einfach ansatzlos und ohne vorherige Korrektur im zweiten Anlauf nimmt, schwindet. Mit diesem überraschend schwachen Wochenstart wäre nun unser erster Ankerpunkt Short in Form von Schlusskursen unter 11.550 Punkten ausgelöst. Risikofreudige Akteure könnten nun eine Short-Position erwägen, die sich mit einem Stop Loss bei 11.710 Punkten absichern ließe. Eine solche noch kleine Position ließe sich dann ausbauen, wenn auch noch der Bereich 11.400/11.431 Punkte auf Schlusskursbasis Xetra und in der letzten Indikation per 22 Uhr mit Closings unter 11.380 Punkten hinreichend deutlich unterboten würde. Denn käme es dazu, wären auch die kleinen Zwischentiefs seit Mitte Dezember unterboten und der Weg aus charttechnischer Sicht frei bis hinunter an die Auffangzone 11.800/11.826 Punkte – eine große Distanz, die ob ihrer Dimension diese wochenlange, verbissene Gegenwehr gegen eine Korrektur erst ausgelöst hat. Jetzt droht die Gegenwehr zu scheitern, aber andererseits: Sollte es der bullishen Seite erneut gelingen, sich nach oben abzusetzen, wäre eine große Chance für die Bären vertan, daher sollten solche ersten Short-Positionen wenn, dann mit gezielt kleinem Kapitaleinsatz vorgenommen werden.

 

Widerstände: 11.594 / 11.629 / 11.692 / 11.802 / 11.920 / 12.391

Unterstützungen: 11.431 / 10.826 / 10.566 / 10.474 / 10.262 / 10.093

 

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