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Wahrscheinlichkeit

60 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Verbissene Defensive, aber …

Donnerstag, 9. Februar 2017

… das setzt dem DAX einen Deckel auf

 

 

Ein kaum veränderter DAX zur Wochenmitte macht deutlich, dass die bullishe Seite auf keinen Fall zulassen will, dass er den neuralgischen Punkt durchbricht – die Zone 11.400/11.431 Punkte. Das gelingt einen Tag um den anderen. Aber man bleibt in der Defensive, solange der Index nicht wieder aus dem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal und über die 20-Tage-Linie (11.622 Punkte) gezogen werden kann. Dazu braucht es aber neue Dynamik. Und für neue Dynamik gute Argumente. Trump als Kaufargument verblasst. Die Unternehmensgewinne wachsen nicht mehr genug, um die Investoren mitzureißen. Und die Negativzinspolitik der EZB verwandelt sich vom Segen langsam in einen Fluch. Das hat zur Folge, dass der DAX, um es bildlich auszudrücken, seit einiger Zeit „verklumpt“. Dieser ganz langfristige Chart zeigt den Index auf Monatsbasis seit Anfang der Achtziger Jahre. Dabei ist die Skalierung logarithmisch gehalten, d.h. ein Prozent Anstieg 1980 hat im Chartbild die gleiche Größe wie ein Prozent 2017. Daran wird erkennbar, dass der Index seit Jahrzehnten nicht so lange auf derart engem Raum zusammengequetscht wurde. Nach oben kann er momentan nicht, nach unten soll/darf er nicht. Aber diese Situation permanenter Verteidigung wichtiger Auffanglinien birgt ein zunehmendes Risiko für genau den kapitalen Kurseinbruch, den man unbedingt vermeiden will, denn:

 

 

Immer mehr Marktteilnehmern wird klar, dass hier mit aller Macht verteidigt wird. Alle können den DAX-Chart sehen. Alle sehen zugleich, wie sukzessive mehr Kapital in die „sicheren Häfen“ Anleihen und Gold wandert. Man dürfte ebenso nicht übersehen, dass auch an der Wall Street die Defensive in den Vordergrund rückt. Die Zahl derer, die bereit wären, hier mit entsprechend hohem Kapitaleinsatz zu versuchen, den Index aus dieser Seitwärtsbewegung nach oben herauszulösen, dürfte dadurch schwinden. Diejenigen, die darauf lauern, dass der neutralgische Punkt gebrochen wird und der DAX daraufhin schnell Richtung 10.800 Punkte durchgereicht wird, steigen. Diejenigen, die den deutschen Leitindex über diesem Bereich halten wollen, dürften daher immer früher zusehen, dass sie dabei erreichte, kleine Gewinne in etwas anziehende Kurse hinein umgehend mitnehmen und setzen dem DAX so oben einen Deckel auf. Auf der Unterseite hingegen führt die Tatsache, dass er seit bald zwei Monaten im Bereich 11.400 gekauft wird, zu einer Ballung von Stop Loss-Orders knapp unter diesem Niveau. Je länger verteidigt wird, desto größer würde somit der abrupt anschwellende Druck, wenn diese Linie doch noch bricht. Hier einen Fuß in der Tür zu behalten, erscheint sinnvoll. Ihn weiter in die Tür zu schieben, wäre aber erst geboten, wenn eben diese Zone mit Schlusskursen unter 11.380 Zählern (immer bezogen auf die letzte abendliche Indikation per 22 Uhr, wenn auch der DAX Future schließt) wirklich gebrochen wäre. Den Stop Loss für bereits bestehende, kleine Short-Engagements würden wir jetzt leicht auf 11.650 Punkte nachziehen.

 

Widerstände: 11.602 / 11.622 / 11.692 / 11.802 / 11.920 / 12.391

Unterstützungen: 11.431 / 10.826 / 10.579 / 10.474 / 10.262 / 10.093

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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