Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Flucht nach vorne vor der EZB-Sitzung?

Mittwoch, 8. März 2017

Niemand will sich zu weit aus dem Fenster lehnen

 

 

Der Blick auf den kurzfristigen Verlauf des DAX auf 15-Minuten-Basis über die vergangenen zehn Handelstage macht eines sofort deutlich: Da ist weder eine Struktur zu erkennen noch zeichnet sich eine Tendenz ab, welches der beiden Lager momentan wirklich die Oberhand haben könnte. Hier muss man mit Trendlinien gar nicht ansetzen wollen. Was bislang deutlich wird: Man versucht, die per 1. März gerissene Kurslücke nicht zu touchieren, den DAX nicht in die Zone zwischen 11.835 und 11.915 geraten zu lassen. Wieso? Seitens des bullishen Lagers mag es sein, dass man fürchtet, dass der DAX dann nicht von dort aus wieder dynamisch anzieht, sondern nach unten durchrutscht. Und das würde den Bruch kurzfristig entscheidender Unterstützungen bedeuten, wie wir unten im Tageschart sehen. Seitens des bearishen Lagers hingegen könnte man fürchten, dass das Schließen der Kurslücke, das ja in der Regel bedeutet, dass die vorherige Bewegung – also nach oben – weitergehen kann, eben dies auslösen würde: neue Käufe. Aber alle zusammen fürchten, das ist mit Händen zu greifen, die EZB-Sitzung am Donnerstag. Denn die Reaktionen danach sind völlig unberechenbar, angesichts des am Freitag nächster Woche fälligen großen Verfalltermins an den Terminbörsen aber womöglich sehr intensiv. Der Blick auf den DAX auf Tagesbasis zeigt:

 

 

Ein Schließen eben dieser Kurslücke hieße, dass dabei die Dezember-Aufwärtstrendlinie um 11.880 und die 20-Tage-Linie bei 11.850 Punkten touchiert werden müssten. Und da man vermuten darf, dass knapp unter diesen Linien Stop Loss-Verkaufsorders der Long-Seite liegen, kann es passieren, dass ein Schließen dieser Lücke quasi „aus Versehen“ dazu führt, dass der Index dann nach unten durchgereicht wird. Dass man sich da nicht die Finger verbrennen will, ist klar. Aber das leitet zu einem weiteren Gedanken über: Es wäre keineswegs selten der Fall, dass die bullishe Seite im Vorfeld eines wichtigen Ereignisses mit offener Wirkung auf die Kurse, wie die EZB-Entscheidung eines ist, versucht, sich mit der „Brechstange“ einen Risikopuffer zu entscheidenden charttechnischen Unterstützungen zu verschaffen, um zu vermeiden, dass deren Bruch eine Abwärtsbewegung dann noch intensivieren würde. Denkbar wäre also schon, dass auf diese beiden Dojis im DAX, die deutlich machen, wie offen die Situation momentan ist, heute eine weiße Kerze als „Flucht nach vorne“ auftaucht. Käme sie nicht, wäre das ein Indiz (wenngleich kein zwingendes), dass das bullishe Lager an Kraft verliert. Im Vorfeld der morgen anstehenden EZB-Sitzung neue Positionen aufzubauen, wäre aber auch bei einer klareren Gemengelage des DAX gewagt – kurzfristig noch neutral zu bleiben, ist unstrittig die bessere Lösung!

 

Widerstände: 12.031 / 12.083 / 12.391

Unterstützungen: 11.893 / 11.850 / 11.802 / 11.703 / 11.480 / 11.400 / 10.826 / 10.800 / 10.759

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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