Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Der Blick geht an die Wall Street

Freitag, 16. Juni 2017

Bleibt der Dow Jones auch nach dem Verfalltermin stabil?

 

 

Die Meldung der Washington Post, dass Sonderermittler Robert Mueller auch Donald Trump „himself“ im Visier habe, sorgte für schwache Kurse in Europa. Auch an der Wall Street begannen die Aktienindizes holprig, aber das Flaggschiff Dow Jones holte zeitweilige Verluste zum Handelsende fast komplett auf und schloss damit weiterhin im Bereich von Rekordlevels. Dass Europa in die Knie geht, weil das Polit-Theater in den USA immer höher kocht, die US-Anleger das aber gelassen sehen, ist nicht logisch, eine Seite liegt schief – aber welche? Das führt automatisch zur Frage, wie groß die Rolle des heute anstehenden großen Verfalltermins, der Abrechnung von Futures und Optionen mit Laufzeit Juni, bei den Aktivitäten der vergangenen Tage war. Haben sich diejenigen, die beim DAX nach dessen neuem Verlaufsrekord am Mittwoch ausgestiegen sind und ihn in der Spitze gestern 300 Punkte unter dieses Vortages-Hoch von 12.921 Punkten gedrückt haben, vergaloppiert … oder fällt der Dow Jones wie ein Stein, weil nur der krampfhafte Versuch, jegliche Irritationen aufzukaufen, bevor die in den USA deutlich wichtigeren Index-Optionen abgerechnet sind, ihn „oben“ hielt? Zweifellos wird man mehrheitlich an der Wall Street die Hoffnung hegen, dass die Entwicklung in Washington und die nicht gerade unproblematische Vorgehensweise der US-Notenbank, die bei vielen Experten Verwunderung und Stirnrunzeln hervorgerufen hatte, einfach nicht mehr im Fokus der Akteure steht, wenn der Handel am Montag ohne das Zugpferd des Verfalltermins wieder einsetzt. Aber wie viele große Akteure nur darauf warten, Positionen, die man zur Stützung der Indizes vor der Abrechnung eingesammelt hat, wieder loszuwerden, wird man erst ab Montag sehen.

 

 

Auch was den DAX selbst angeht, wird die heutige Abrechnung der Derivate wahrscheinlich noch nicht erkennen lassen, in welche Richtung es ab Montag gehen wird. Fakt ist: In den letzten Wochen ging es nirgendwohin, das zeigt auch der Verlauf des DAX Future (oben) auf 60-Minuten-Basis: Das Kursbild wirkt trendlos und „ausgefranst“. Dass jetzt bereits zwei Versuche, sich aus der durch das „alte“ Verlaufshoch bei 12.842 Punkten und das wenige Tage drauf folgende Mai-Tief bei 12.490 Punkten definierten, wochenlangen Seitwärtsrange nach oben abzusetzen, sang- und klanglos abverkauft wurden, ist zwar kein gutes Signal, vor allem in Kombination mit den zusehends problematischen Rahmenbedingungen. Ebenso zur Vorsicht mahnt, dass der am Mittwoch entstandene „Gravestone-Doji“ durch die rote Kerze des Donnerstags bestätigt wurde, das ist ein aus Sicht der Candlestick-Charts negatives Signal. Das indes durch die klassische Charttechnik insofern noch relativiert wird, als der DAX die 20-Tage-Linie als nächstliegende Unterstützung auf Schlusskursbasis hat verteidigen können. Ein Patt mitten in der Seitwärtsspanne, vor einem Abrechnungstermin am Terminmarkt und dem steten Blick an die Wall Street, wo der Anschein erweckt wird, die US-Aktienindizes seien „unfallbar“ … das verspricht einen spannenden Start in die kommende Woche. Per heute Früh eine neue Position einzugehen, nachdem der Stop Loss Long bei 12.630 Punkten gegriffen hat, wäre damit natürlich nicht sinnvoll – warten wir ab, wie die Aktienmärkte die „Woche Eins“ nach der Terminbörsen-Abrechnung starten.

 

Widerstände: 12.848 / 12.921

Unterstützungen: 12.677 / 12.391 / 12.115 / 11.850 / 11.529 / 11.475 / 11.392 / 10.826 / 10.800

 

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Produkte

Name Produkttyp Hebel K.O. Abst.K.O. Geld Brief % Tag
Open End Turbo Short auf DAX Open End Turbo 12,7 13.692,64 7,5 % 9,98 10,03 +3,63 %
Open End Turbo Short auf DAX Open End Turbo 8,2 14.246,40 11,9 % 15,52 15,57 +2,30 %
Open End Turbo Long auf DAX Open End Turbo 11,7 11.686,62 8,2 % 10,81 10,86 -3,39 %
Open End Turbo Long auf DAX Open End Turbo 7,9 11.158,39 12,4 % 16,10 16,15 -2,24 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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