Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Mit offenem Visier in die neue Woche

Montag, 19. Juni 2017

Übernimmt die Frankreich-Wahl die Rolle des Zugpferds?

 

 

Ein Minus von einem halben Prozent im Wochenvergleich mag auf den ersten Blick enttäuschend sein. Aber wenn man sich in Erinnerung ruft, dass der DAX in der Vorwoche zunächst die Verkaufswelle im Bereich der Technologietitel zu verdauen hatte, dann ein recht problematisch wirkendes Statement der US-Notenbank und darüber hinaus auch noch die sich unverändert zuspitzende Lage im politischen Washington, ist dieser Abschlag von 63 Punkten eher ein Zeichen der Stärke des bullishen Lagers. Die Frage stellt sich indes, ob das in dieser Woche so bleibt. Denn dass der „dreifache Hexensabbat“ da eine stützende Rolle gespielt hat, war spürbar. Und diese Abrechnung der Futures und Optionen ging am Freitag über die Bühne. Jetzt muss der DAX alleine zurande kommen, die Käuferseite ohne diese Motivation weiter zugreifen. Dass das vonnöten ist, macht der Chart auf Wochenbasis deutlich. Der Index produzierte einen Doji auf Wochenbasis, der ihn weiterhin innerhalb des im Juni 2016 etablierten Aufwärtstrendkanals hält. An dessen oberer Begrenzung scheint er momentan nicht vorbeizukommen. Und wenngleich diese Linie in dieser Woche immerhin Spielraum bis zur runden 13.000 Punkte-Marke böte: Der auf der Signallinie aufsitzende MACD macht deutlich: Das Momentum sollte umgehend wieder anziehen und der deutsche Leitindex aus diesem Kanal nach oben ausbrechen, sonst steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die volatile Seitwärtsbewegung der Vorwochen durch eine kräftige Korrektur abgelöst wird, deutlich. Was aber kann den DAX jetzt in Fahrt bringen?

 

 

Ende April hatten die Wahlen in Frankreich als Vorwand für einen Kurssprung gedient. Aber das war nach dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen. Der zweite Wahlgang und die erste Runde der Parlamentswahlen waren keine Basis für eine Rallye gewesen. Hinzu kommt, dass der neue Präsident weniger – wenngleich genug – Sitze für seine „en marche“-Partei und die Verbündete MDM zusammentragen konnte als im Vorfeld erwartet wurde – und die Wahlbeteiligung mit unter 45 Prozent sehr enttäuschend war. Verpufft der „Macron-Effekt“ womöglich so schnell wie der „Schulz-Effekt“? Festhalten lassen sich vor dem Start in die neue Woche folgende Aspekte: Dass der Verfalltermin eine immens wichtige Rolle gespielt hat, zeigen alleine die außerordentlich hohen Umsätze, die unten im Tageschart eingeblendet sind. Das letzte Mal, dass der DAX derartige Umsätze zeigte, war am Tag nach dem „BeExit“-Votum Ende Juni 2016 und davor wiederum beim September-Verfalltermin 2015. Interessant ist auch, dass der am Freitag entstandene Doji zusammen mit der roten Kerze des Donnerstags einen „bullish harami“ gebildet hat, der zumindest eine Hoffnung für das bullishe Lager sein kann. Allerdgins haben diese Konstellationen größere Relevanz nach nennenswerten Abwärtsbewegungen und nicht nahe am Rekordhoch. Ob das den Gravestone-Doji des Mittwochs nebst der roten Kerze des Donnerstags egalisieren kann, muss sich jetzt erweisen. Wir gehen neutral in diese Woche – angesichts der Tatsache, dass die Trader jetzt mit offenem Visier in eine auch seitens der Wall Street mit ihrer Scherenbewegung zwischen Dow Jones und Nasdaq völlig offene Woche gehen, ist das auch gut so.

 

Widerstände: 12.858 / 12.921

Unterstützungen: 12.686 / 12.391 / 12.115 / 11.850 / 11.540 / 11.475 / 11.392 / 10.826 / 10.800

 

Weitere Informationen zu DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:

 

 

 

Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 12,24 12,25 +0,82 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 24,41 24,42 +0,45 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Short auf DAX 10,1 12,04 12,05 -1,07 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,0 24,31 24,32 -0,53 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

Wichtige rechtliche Hinweise

Bei den vorgenannten Informationen handelt es sich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um eine Werbemitteilung. Diese erfüllt nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen. Außerdem unterliegt diese Werbemitteilung keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Es handelt sich um die unveränderte Weitergabe von Analysen, Trendaussagen, Marktberichten bzw. sonstigen Marktinformationen von Dritten durch die ING Bank N.V. Für den Inhalt der wiedergegebenen Analysen und Meinungen ist ausschließlich die FSG Financial Services Group, Postfach 48, 97916 Lauda-Königshofen verantwortlich. Die Inhalte geben nicht die Meinung der ING Bank N.V. wieder, sondern der Autoren der angegebenen Quelle. Die ING Bank N.V. übernimmt keine Gewähr für den Inhalt, die Richtigkeit, die Vollständigkeit oder die Aktualität der Informationen. Die Auswahl der Produktvorschläge zu den Analysen erfolgt durch die Autoren der FSG Financial Service Group. Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person möglicherweise im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes. Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Bei dieser Werbemitteilung handelt es sich auch nicht um ein Angebot oder eine Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren. Die Informationen ersetzen nicht eine fachmännische, persönliche und anlage- und anlegergerechte Beratung. Rechtlich verbindliche Informationen enthalten allein der Basisprospekt und die jeweiligen endgültigen Angebotsbedingungen. Diese können über diese Website abgerufen werden. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Zudem weist ING Bank N.V. darauf hin, dass die Produkte von ING Markets zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb von Produkten über die jeweiligen Chancen und Risiken.