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Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Gefährlicher Wechsel in der Wahrnehmung

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Die Situation erinnert an den Herbst 2007

 

 

Dass der DAX am Abend kurz durchsackte, dann aber höher stieg als zuvor, als der katalanische Präsident avisierte, die Erklärung der Unabhängigkeit Kataloniens zu verschieben, ohne sie indes damit „canceln“ zu wollen, war ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die Wahrnehmung einer zunehmenden Zahl von Marktteilnehmern verändert hat. Und zwar auf eine Weise, wie sie nahe vor großen Trendwenden die Regel ist. Denn wer am Abend erleichtert kaufte, weil Katalonien die Entwicklung in Spanien vorerst nicht auf die Spitze treiben will, übersah womöglich, dass niemand im Vorfeld deswegen in Deckung gegangen wäre. Das Referendum hatte am 1. Oktober stattgefunden. Seither hat der DAX nie nennenswert nachgegeben. Im Moment kommt ein Denken auf, das wir in dieser Ausprägung zuletzt vor ziemlich genau zehn Jahren gesehen haben: Was positiv ist, wird positiv gewertet. Passiert nichts, ist das im Zweifel auch gut. Und „bad news“ sind vielleicht unerfreulich, aber kein Grund, Aktien zu verkaufen. Das ist die fast logische Konsequenz daraus, dass die Aktienmärkte in den USA und weiten Teilen Europas das Ausbleiben der versprochenen Wachstums-Programme des US-Präsidenten einfach ignorieren, obgleich man auf diese hin im Vorfeld massiv zugegriffen hatte. Dass man die zunehmenden Gefahren, die sich geopolitisch durch die Entwicklung in Spanien und in Hinblick auf die USA und ihre Haltung gegenüber Nordkorea und dem Iran ergeben, abschüttelt. Dass man einfach so tut, als wären die US-Zinsen noch auf Nullniveau, obgleich sie schon mehrfach angehoben wurden und die US-Notenbank die Fortsetzung der Leitzinserhöhungen avisiert. Man fühlt sich unverwundbar. Was man aber nicht ist. Damals, Ende 2007, war das nicht anders:

 

 

Im Herbst 2007 war das Platzen der Subprime-Blase längst im Gange. Aber die Anleger ließen sich mit den leeren Sprüchen beruhigen, dass sich der Effekt ausschließlich auf den Immobilienmarkt beschränken werde und eine Rezession auszuschließen sei. Man hätte es besser wissen können bzw. müssen. Aber man wollte es eben nicht wissen, wollte daran glauben, dass die Aktienmärkte gegen jedwede Baisse immun seien, weil zu viele viel zu hoch investiert waren, um die Lage noch objektiv beurteilen zu können. Bedenkt man, dass das Volumen hoch gehebelter Derivate heute längst weit über den Level von damals hinaus ist, dass sie von computergesteuerten Handelsprogrammen gelenkt werden, die kein „zu billig“ und „zu teuer“ kennen und von denen man den Anlegern weismacht, dass sich etwas wie der Flash Crash 2010 nicht wiederholen könne, wird deutlich, dass das Eis, auf dem diese Hausse des DAX, vor allem aber die der US-Indizes, stehen, hauchdünn ist. Dass diese Entwicklung nicht als Risiko wahrgenommen wird, macht die Sache besonders brisant, denn das hieße, dass viele Marktteilnehmer, wohl auch so manche große Adresse, aus dem Dämmerschlaf vermeintlicher Sicherheit gerissen würden, wenn die Kurse doch in einem etwas größeren Ausmaß nachgeben würden. Genau das hatte im Januar 2008 dazu geführt, dass der DAX auf einmal steil nach unten sackte und diejenigen, die zuvor rosa Brillen trugen, alles ins Gegenteil überzogen und rabenschwarz sahen. In einem solchen Umfeld würden wir die Absicherung von Long-Trades lieber zu eng als zu weit setzen und heben den Stop Loss Long erneut auf jetzt 12.810 Punkte an, denn das Wassertreten des DAX kann Basis eines erneuten Aufwärtsschubes sein – aber muss es nicht. Ein potenzieller Ankerpunkt für einen ersten Short-Trade wäre ein Schlusskurs klar unterhalb des Juli-Hochs von 12.678 Punkten.

 

Widerstände: 12.997

Unterstützungen: 12.951 / 12.832 / 12.707 / 12.678 / 12.391 / 12.340 / 12.289 / 12.237 / 12.049 / 11.941 / 11.850

 

Weitere Informationen zu DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:

 

 

 

Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 13,00 13,01 -0,08 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 25,88 25,89 -0,08 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Short auf DAX 9,8 13,27 13,28 +0,08 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,1 25,67 25,68 +0,04 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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