Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Stillstand muss nicht negativ sein, aber…

Donnerstag, 12. Oktober 2017

… den Bullen läuft die Zeit davon

 

 

Wollte man eine Lanze für die Bullen brechen, könnte man behaupten, dieses seit fünf Handelstagen anhaltende Wassertreten des DAX sei Absicht. Man wolle einfach denen Gelegenheit geben, auszusteigen, die aussteigen wollen, bevor man erneut kauft. Wie in einem Bus – erst alle raus, die rauswollen, dann die rein, die Zusteigen wollen … damit alles schön geordnet zugeht. Nur wäre das dann doch ein höchst untypisches Verhalten und wirkt eher wie eine Ausrede, dass den Bullen einerseits offenbar die Puste ausgeht … und andererseits die Zeit. Auch die Wall Street schleppt sich nur mühsam voran. Wenngleich es da wenigstens noch langsam höher geht. Es mag sein, dass der wieder anziehende Euro zum US-Dollar die Motivation zu weiteren Käufen bremst. Aber das Problem ist, dass der DAX jetzt zum Steigen verdammt ist, wenn man verhindern will, dass ein Rücksetzer einsetzt und diejenigen, die sich mit Gewinnmitnahmen noch zurückhalten, weil sie eigentlich aussteigen wollen, aber auf noch bessere Kurse hoffen, Ernst machen. Zum einen, weil der Relative Stärke Index RSI, unten im Tageschart eingeblendet, schon ungewöhnlich lange in der überkauften Zone über 70 verharrt, während der die überverkaufte Zone unter 30 das letzte Mal im Februar 2016 (!) gesehen hatte. Zum anderen, weil die die laufende Rallye begleitende, Ende August etablierte Aufwärtstrendlinie den DAX aufgrund dessen Seitwärts-Geschiebes eingeholt hat. Auf Tagesbasis wäre zumindest noch ein bisschen Luft, aber:

 

 

Sieht man sich den DAX auf Stundenbasis an, ist der Winkel der Linie ein leicht anderer. Und hier mussten die Bullen am Mittwoch schon zugreifen, um sie zu halten. Da der DAX zwar nicht steigt, diese nächstgelegene Unterstützung aber schon, wird zugleich die Distanz zur nächstliegenden Unterstützung in Form des Juli-Hochs bei 12.678 Punkten größer, sobald diese August-Trendlinie erst einmal gebrochen wäre – wobei dazwischen noch die 20-Tage-Linie bei derzeit 12.730 Punkten läge, siehe Tageschart. Kurz: Man liefe Gefahr, dass die Verkäufe alleine wegen des jetzt auch für kurzfristige Short-Trades lukrativ werdenden Spielraums nach unten größer ausfallen würden als das den Bullen lieb sein würde. So betrachtet ist es äußerst unwahrscheinlich, dass man hier absichtlich ein wenig die Luft aus der Rallye herauslässt. Der DAX müsste schon heute durchstarten, um einem potenziell 200 bis 250 Punkte ausmachenden Rücksetzer zu entgehen. Zumal der, bedenkt man, dass vielen Akteuren ignorierte Risiken schlagartig wieder bewusst werden, wenn die Kurse nur erst mal wieder fallen, auch nach unten „ausarten“ könnte. Noch wäre oberhalb von 12.678 Punkten kein Short-Trade zu erwägen. Aber bis dorthin auf der Long-Seite investiert zu bleiben, wäre uneinbringlich. Daher ziehen wir den Stop Loss lieber zu eng nach und würden ggf. neu ansetzen, bevor die Gewinne auf der Long-Seite zu sehr dezimiert würden. Was hieße, den Stop Loss umgehend erneut, entlang der August-Aufwärtstrendlinie, auf jetzt 12.840 Punkte anzuheben.

 

Widerstände: 12.997

Unterstützungen: 12.951 / 12.860 / 12.729 / 12.678 / 12.391 / 12.340 / 12.289 / 12.244 / 12.049 / 11.941 / 11.850

 

Weitere Informationen zu DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:

 

 

 

Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 13,14 13,15 -1,35 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 26,12 26,13 -0,53 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Short auf DAX 10,0 13,09 13,10 +0,46 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,4 24,18 24,19 +0,29 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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