Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Den Bullen gehen die Argumente aus

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Trifft die Erholung des DAX heute auf Anschlusskäufe?

 

 

Gefühlt war das Minus des DAX vom Mittwoch ein Plus. Denn immerhin gelang es, den Index von seinem Tagestief bei 12.865 Punkten zum x-ten Mal aus der Gefahrenzone zu ziehen. Das Argument derer, die erneut eine Aufholjagd starteten: Die US-Börsen reagierten schließlich auch nicht negativ auf die Provokation des US-Präsidenten, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Doch es stellt sich die Frage, ob der DAX wirklich deswegen deutlich im Minus gestartet war. Immerhin war dieser Schritt angekündigt und somit erwartet worden. Und schließlich haben die Anleger jegliche Risiken in den letzten Wochen und Monaten einfach als irrelevant erklärt, von Kim Jong Un über Ex-Sicherheitsberater Flynn hin zu der Lage in Nahost. Warum hätte es diesmal anders sein sollen? War es nicht doch eher das Problem der US-Steuerreform? Sie ist es, die momentan die alleinige Plattform darstellt, auf der die Bullen sich höher zu recken versuchen. Und diese Plattform biegt sich langsam durch. Einige Banken sind ob der vorher erwarteten Effekte sehr skeptisch. Nicht wenige US-Bürger stellen entsetzt fest, dass sie nicht weniger, sondern mehr Steuern zahlen müssen, sofern sie in einem Bundesstaat mit hohen Landessteuern wohnen. Und man munkelt derzeit, dass selbst die Masse der Republikaner im jetzt beginnenden Prozess der Abgleichung der beiden unterschiedlichen, im Senat und im Repräsentantenhaus verabschiedeten Gesetzesvorlagen für eine Absenkung der Unternehmenssteuer auf 22 statt 20 Prozent sind. Davon abgesehen, dass auch noch offen ist, ob die Unternehmenssteuern gleich 2018 oder erst ab 2019 sinken und ob Privatanleger in den USA steuerlich nicht besser fahren würden, wenn sie vor Inkrafttreten der Reform Gewinne am Aktienmarkt mitnehmen. Der DAX selbst hat derzeit ohnehin keine zwingend bullishen Argumente aus heimischem Anbau, diese Steuerreform ist das entscheidende und langsam seinen Lack verlierende Motiv der Bullen.

 

 

So betrachtet mag man den DAX ein ums andere Mal unter 12.900 Punkten „retten“, aber es ist kein ungefährliches Spiel für das Bullen-Lager. Immerhin, große Adressen, die hier immer wieder kaufen, müssen dafür ihre Barbestände angreifen. Sollten diese Käufe vergebens sein und der DAX trotzdem nach unten wegrutschen, wären diese Käufer die Geleimten, denn sie würden mit einer ungewöhnlich hohen Investitionsquote mit nach unten gerissen, während die, die unter 13.200 Zählern immer wieder Bestände abgebaut hatten, dann weit besser dastehen würden. Wer gibt zuerst auf? Richtig ist: Würden die Bullen sich durchsetzen, müssten die, die jetzt ihre Barreserven hochfahren, schnell wieder einsteigen, um nicht deutlich an Performance zu verlieren. Aber wer dieses Ringen verliert, ist und bleibt offen. Dass es jetzt aber langsam an die Nerven geht und eine Entscheidung unabdingbar sein dürfte, zeigt der Blick auf den Terminkalender: In der kommenden Woche stehen nicht nur die EZB-Sitzung, sondern auch die der US-Notenbank an, zugleich folgt dann am Freitag ein großer Verfalltermin an der Terminbörse. Das könnte die ohnehin schon hohe Volatilität noch weiter steigern. Aber bevor der DAX nicht aus seiner Handelsspanne ausbricht und mit Schlusskursen entweder über 13.200 oder unter 12.900 Punkten ein taugliches Signal generiert (auf Xetra-Schlusskursbasis UND in der letzten abendlichen Indikation per 22 Uhr), wäre eine neue Positionierung nur eine reine Wette und damit nicht angeraten.

 

Widerstände: 13.043 / 13.209 / 13.525

Unterstützungen: 12.951 / 12.910 / 12.678 / 12.529 / 12.391 / 12.340 / 12.289 / 12.049 / 11.941 / 11.850

 

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Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 13,04 13,05 -1,29 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 26,09 26,10 -0,65 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Short auf DAX 10,1 13,12 13,13 +0,69 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,4 24,20 24,21 +0,37 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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