Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

60 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Was taugt die US-Vorlage?

Montag, 12. Februar 2018

Springen die Bullen womöglich auf ein totes Pferd?

 

 

Turnaround an der Wall Street – die Indizes eröffneten im Plus, fielen erneut erheblich ins Minus und drehten am Ende doch wieder in die Gewinnzone, schlossen sogar über den Eröffnungskursen. Ist das das Ende der Korrektur? Der Schwenk nach oben fand unmittelbar an bzw. über mittelfristigen Aufwärtstrendlinien statt, was charttechnisch durchaus eine gute Basis wäre. Aber es macht eben auch deutlich, dass dieser Turnaround weniger aus Überzeugung, sondern aus der Angst vor dem Bruch dieser Trendlinien entstanden sein dürfte. Vergleichbares hatten wir am vergangenen Dienstag auch gesehen. Die Frage bleibt, ob dieser zweite Versuch, die US-Börsen aufzufangen und zu drehen, erfolgreicher sein wird. Wenn nicht, kann es noch deutlich ungemütlicher werden. Und das bedeutet auch für den DAX: Die Chance für ein Ende der Korrektur wäre jetzt zwar da, aber eben nur, wenn auch die Wall Street dreht. Denn sie stellt derzeit die einzig entscheidende Vorlage dar, die alle in ihren Bann zieht. Dass man hierzulande eher vorsichtig bleibt, lässt sich daran ablesen, dass der DAX am Abend über den DAX Future zwar mit dem US-Turnaround mit nach oben lief, das aber weitaus verhaltener ablief. Gegenüber dem Xetra-Schlusskurs bei 12.107 Punkten legte der DAX in der letzten abendlichen Indikation per 22 Uhr nur gut 100 Punkte auf 12.212 Punkte zu. Man traut dem Braten nicht. Ob zu Recht oder nicht, können erst die nächsten Tage erweisen. Bleibt man pragmatisch bei den Aussagen der Charttechnik, ist da beim DAX zumindest noch nicht viel Honig für die Bullen zu saugen:

 

 

Das vorherige Tief des Xetra-DAX wurde am Freitag unterboten. Es gelang zwar, die runde Marke von 12.000 erst einmal zu halten. Aber die hat bestenfalls psychologische Relevanz. Die nächste Supportlinie läge bei 11.869 Punkten, eine markantere Unterstützung findet sich in Form des markanten Zwischenhochs vom Spätjahr 2015 bei 11.431 Punkten. Auf der Oberseite bliebe es dabei: Bevor der DAX nicht wieder über die markante Widerstandszone 12.650/12.750 Punkte hinaus wäre, bliebe der Index kurzfristig bearish. Der Chart auf Wochenbasis zeigt, wie bearish diese letzte Woche aus mittelfristiger Sicht gewirkt hat: Der vom Juni 2016 stammende Aufwärtstrend ist gebrochen, das alte, markante Hoch vom April 2015 bei 12.391 Punkten gefallen. Da muss schon einiges in dieser Woche gelingen, um den Index wieder zu einer Trading-Chance Long zu tragen. Aber was da passieren muss, wird an der Wall Street passieren. Und die bleibt, Turnaround des Freitags hin oder her, kurzfristig unberechenbar. Damit wäre auch ein Aufstocken bestehender Short-Trades nur unter günstigsten Umständen machbar, bis dahin bliebe: Stellung halten. Was hieße, bestehende Short-Trades zu halten und den Stop Loss, mangels tauglicher charttechnischer Ankerpunkte in unmittelbarer Nähe, rein zur Gewinnsicherung, jetzt auf 12.450 Punkte nachzuziehen.

 

Widerstände: 12.320 / 12.635 / 12.678 / 12.751 / 13.048 / 13.137 / 13.425 / 13.525 / 13.597

Unterstützungen: 11.869 / 11.431

 

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Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 12,53 12,54 +9,91 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 25,00 25,01 +4,82 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Mini Future Short auf DAX 10,0 12,54 12,55 -8,46 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,1 24,78 24,79 -4,43 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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