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Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Jubel an der Wall Street, Skepsis in Frankfurt

Dienstag, 13. Februar 2018

Die deutschen Akteure ziehen nur zögerlich mit

 

 

An der Wall Street kam es am Freitagabend zu einem Turnaround nach oben. Da zog der DAX zwar im abendlichen Handel über den DAX Future mit. Aber diese Kursgewinne dort wirkten angesichts der Vehemenz, mit der es mit den US-Indizes nach dem Ende des Handels in Europa wieder nach oben ging, verhalten. Und obwohl die US-Index-Futures andeuteten, dass sich die Käufe in den USA zum Wochenstart fortsetzen würden und das in den zwei Stunden, in denen sich der Handel an der Wall Street und der Xetra-Handel überschneiden, auch der Fall war, legte der DAX „nur“ 175 Punkte auf 12.282 Zähler zu. „Nur“ deswegen, weil der DAX am Freitagabend in der letzten abendlichen Indikation bereits bis 12.212 Punkte gelaufen war, im Vergleich dazu also relativ wenig hinzugewonnen hatte. Dabei fiel auf, dass der deutsche Leitindex zum Xetra-Handelsende um die 100 Punkte unterhalb seines Tageshochs schloss, obwohl die US-Indizes kurzzeitige Gewinnmitnahmen nach dem Handelsstart bis 17:30 Uhr längst wieder aufgeholt hatten. Man scheint skeptisch zu sein, was die Chance angeht, dass die US-Börsen wirklich bereits eine effektive Trendwende schaffen können. Und das, obwohl dort am Freitag bei Dow Jones und S&P 500 die Tiefs, die im „Overnight-Crash“ am frühen Dienstagmorgen letzter Woche erreicht wurden, gehalten hatten. Woher mag diese Skepsis rühren? Man darf vermuten, dass sie ihren Ursprung darin hat, dass an der Wall Street eben diese Skepsis eine gesunde Begleiterscheinung wäre, um eine Wende wirklich zu schaffen. Doch dort reckt man schon wieder sämtliche Daumen in die Höhe, redet in den Medien teilweise schon nicht nur von einer gelingenden Trendwende, sondern von neuen Rekordhochs. Wer, wie die europäischen Investoren, den gesamten „Budenzauber“, den die Wall Street in den vergangenen Monaten veranstaltet hatte, mit Argwohn verfolgt hat, muss logischerweise jetzt erst recht auf der Hut sein, denn:

 

 

Wenn es so schnell wieder zu euphorischer Stimmung kommt, obwohl die US-Indizes noch nicht einmal die Zwischenhochs vom vergangenen Mittwoch überwunden haben, lässt das vermuten, dass noch außerordentlich viele Akteure, ob nun große oder kleine Adressen, gar nicht ausgestiegen waren und/oder längst in die fallenden Kurse zugekauft haben. Denn dass die jetzt fast gezwungen sind, vom „best case szenario“ auszugehen, um sich Mut zu machen, ist klar. Aber was, wenn einige große Adressen diese Gegenbewegung nutzen würden, um weiter Positionen zu reduzieren? Auch, wenn die Vehemenz der Abgaben in den letzten zwei Wochen immens war: Dort gibt es Fonds, die derart riesig sind, dass selbst das nicht gereicht haben dürfte, um deren Exposition nennenswert zu verringern. Diejenigen, denen so etwas schwant, dürften dem Markt dort, aber letzten Endes auch dem heimischen DAX via DAX Future im nachbörslichen Handel, eher ferngeblieben sein. Als sich an der Wall Street in der letzten halben Stunde ein wenig Verkaufsdruck etablierte, war der zwar nicht stark genug, einen bullishen Tag zu kippen. Aber das reichte offenkundig, um hierzulande die Skepsis zu bestätigen. Am Ende lag der DAX in der letzten abendlichen Indikation per 22 Uhr bei 12.351 Punkten und damit nur knapp 70 Punkte über dem Xetra-Closing. Ob damit bereits das Ende einer dann recht kurzen Gegenbewegung des DAX eingeläutet ist, wird davon abhängen, ob die US-Börsen heute tatsächlich wieder nach unten abdrehen oder nicht. Wenn nicht, wäre es durchaus angemessen, im Fall eines Anstiegs des DAX über den derzeitigen Stop Loss Short bei 12.450 Punkten den Gewinn mitzunehmen. Sollte die Wall Street abdrehen und der DAX mit ihr, wäre das indes womöglich eine Chance, die Short-Position noch leicht aufzustocken – der heutige Dienstag, ohnehin berüchtigt für seine oft auftretenden „Turnarounds“, wird es zeigen!

 

Widerstände: 12.320 / 12.630 / 12.678 / 12.751 / 13.002 / 13.137 / 13.425 / 13.525 / 13.597

Unterstützungen: 11.869 / 11.431

 

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Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Mini Future Long auf DAX 10,0 12,89 12,90 +2,79 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 25,89 25,90 +1,37 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Mini Future Short auf DAX 9,9 13,08 13,09 -2,75 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,0 25,88 25,89 -1,41 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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