Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Die Wall Street wird zum rotierenden Wegweiser

Freitag, 23. Februar 2018

Die Anleger verlieren völlig den Faden

 

 

Es heißt ja, an der Börse gäbe es nichts, was es nicht schon einmal gegeben hätte. Das mag sein, aber es tauchen immer mal wieder Situationen auf, die sehr selten sind. Der Bungee-Sprung der Wall Street ist ein solcher Fall. Ein DAX, der scheinbar ungerührt seitwärts läuft, während die US-Börsen Veitstänze aufführen, aber auch. Sie sehen in diesem DAX-Chart auf 60-Minuten-Basis, dass der deutsche Leitindex seit der Monatsmitte in einer gut 200 Punkte schmalen Handelsspanne seitwärts läuft. Selbst, als die US-Indizes ihre Super-Rallye der Vorwoche aufs Parkett legten, blieb man hier scheinbar unbeeindruckt. Aber Desinteresse ist wohl kaum das tatsächliche Problem. Man argwöhnte, dass diese US-Ralle trotz weiter steigender Zinsen am US-Anleihemarkt vor allem auf dem Versuch basierte, die Kurse zur Abrechnung der Optionen am vergangenen Freitag weit genug aus der Gefahrenzone zu ziehen. Denn zweifellos hatten die großen Adressen am US-Terminmarkt nicht mit diesem Kurseinbruch gerechnet. Zahllose Put-Optionen, die die Stillhalter am Terminmarkt nach ihrem Verkauf an die Anleger als wertlos verfallend und damit als sicheren Gewinn angesehen hatten, wären tief in die Gewinnzone gelaufen und hätte fatale Verluste verursacht. Da kam es billiger, mit Schützenhilfe von willig auf den Rallye-Zug aufspringenden Tradern und computergesteuerten Handelsprogrammen dafür zu sorgen, dass Dow Jones & Co. pünktlich zur Optionsabrechnung wieder weit näher an den vorher erzielten Rekordhochs notierten. Dieser Argwohn hat sich bestätigt. Wer sich beim DAX bislang einem Long-Trade enthalten hat, könnte alles richtig gemacht haben, denn an der Wall Street scheint der Wind schon wieder gedreht zu haben: Die Bullen dort haben Probleme, die Kurse am Kippen zu hindern. Kein Wunder, denn:

 

 

Als klar wurde, dass der Verfalltermin am Terminmarkt tatsächlich das entscheidende Zugpferd war, begannen die Abgaben erneut. Immerhin hatten die Indizes wieder ein immens hohes Niveau erreicht, das lockte zum erneuten Ausstieg. Seither rutschen die US-Indizes ab. Der Dow Jones konnte gestern zwar ein Plus von 0,65 Prozent in den Feierabend retten. Aber das Tageshoch hatte fast 200 Punkte höher gelegen. Und bei S&P 500 und Nasdaq 100 betrug das Plus am Ende nahezu Null, konkret 0,09 und 0,03 Prozent. Sollte man sich also darauf einstellen, dass der Aufwärtsimpuls des DAX mangels Vorlage ausfällt, dass der rotierende Wegweiser Wall Street jetzt gerade wieder auf den Abgrund deutet? Richtig ist, dass Long derzeit für den DAX bestenfalls etwas für Daytrader wäre, weil er noch nicht einmal an die entscheidende Widerstandszone 12.600/12.750 Punkte herangelaufen ist. Aber vor einem Short-Trade stehen noch zwei „Wenns“. Erstens käme das nur zum Tragen, wenn der Euro/US-Dollar-Kurs erneut massiv anziehen würde - wonach es momentan nicht aussieht – oder wenn die US-Indizes erheblich unter Druck geraten. Dort neigt sich das Pendel zwar derzeit wieder den Bären zu, aber ob es zu kräftigem Druck kommt oder sich der Abgabedruck in Grenzen halten wird, ist momentan schlicht nicht absehbar. Da kann jederzeit der Wind drehen – und das mit Wucht – muss es aber nicht. So betrachtet bleibt, sich herauszuhalten. Was in den vergangenen Tagen vielleicht Geduld gekostet haben mag, aber keine entgangenen Gewinne bedeutete, denn der Tageschart zeigt es ja: Der DAX läuft bislang weiter seitwärts. Bräche er mit Schlusskursen unter 12.200 Punkten klar nach unten aus, wäre eine mögliche Basis für einen Short-Trade gegeben, bis dahin aber würden wir weiterhin abwarten, bis eine saubere charttechnische Indikation vorliegt.

 

Widerstände: 12.605 / 12.615 / 12.678 / 12.741 / 13.137 / 13.425 / 13.525 / 13.597

Unterstützungen: 12.320 / 11.869 / 11.431

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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