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55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Europa bleibt skeptisch, die Wall Street bleibt blind

Montag, 12. März 2018

Bumerang-Effekt eines Handelskriegs wird ignoriert




Man fasst es nicht: An der Wall Street legt der Dow Jones 441 Punkte zu, der Nasdaq 100 erreicht bereits neue Allzeithochs – und der DAX klebt weiterhin nahe seiner Korrektur-Tiefs fest, zwar in einer Bodenbildung begriffen, aber mehr eben auch nicht. sicher, die stark wirkenden US-Arbeitsmarktdaten sind die der Amerikaner, nicht die unseren. Aber das hat den DAX in den vergangenen Jahren auch nicht daran gehindert, nahezu sklavisch mit der Wall Street mitzulaufen, wenn man dort auf derartige Daten reagierte. Diesmal sitzt die Skepsis tief – und das tut sie zu Recht. Denn wieder einmal pickt man sich in den USA nur die Rosinen aus dem Kuchen, die einem in den Kram passen, verdreht die Realität zu einem rosa gemalten „best case szenario“. Die Arbeitsmarktdaten waren mit 313.000 neugeschaffenen Stellen zwar gut und klar über der Prognose, aber sie waren nicht wirklich ungewöhnlich. Dergleichen gab es in den vergangenen Jahren in der Zeit der Obama-Regierung öfter, nur nicht seit Amtsantritt von Donald Trump. Und nur, wenn es sich bei diesen neuen Jobs mit Masse um qualifizierte, solide bezahlte Jobs handelt, von denen die Arbeitnehmer auch leben können, wäre das ein wirklich das Wachstum unterstützender Faktor. Dass man diese Zahlen immens positiv wertet, die problematischen Aussagen des gerade erst zwei Tage zuvor veröffentlichten Konjunkturberichtes der US-Notenbank (Beige Book) zur Lage der Wirtschaft im Februar aber einfach vom Tisch wischte, zeigt: Wieder einmal tanzt die Wall Street auf dünnstem Eis. Es scheint, der herbe Korrekturimpuls Ende Januar/Anfang Februar habe die Akteure dort nicht gelehrt, vorsichtig zu sein. Zu Recht argwöhnen die Akteure in Europa, dass dann wohl gleich die nächste und dann noch brutalere kalte Dusche vor der Tür steht. Das ist in der Tat zu vermuten, aber:




Wann das der Fall sein wird, könnte niemand vorhersagen. Die Nasdaq hat bereits neue Hochs erreicht, der Dow Jones hinkt hingegen noch hinterher. Wird man auch bei ihm versuchen, das bisherige Hoch zu erreichen und zu überwinden? Auszuschließen ist es nicht. Da fehlen zwar noch fünf Prozent, aber nachdem es per Freitag gelungen ist, den schwachen Start in den März zu kompensieren, kann der am Freitag anstehende große Verfalltermin für Optionen und Futures den Dow Jones „ziehen“. Kann der DAX da dann wirklich zurückbleiben? Ja, das ist denkbar. Nach außen hin würde man das damit begründen, dass Europa schließlich Verlierer und die USA Gewinner der Strafzölle sein würde, indem man auch hier die Problempunkte ignoriert. Faktisch wird es darum gehen, was die hiesigen großen Akteure an der Terminbörse zu diesem Verfalltermin erreichen wollen. Schon im Februar ist der DAX unten geblieben, während die US-Indizes stiegen. Hier war keine Chance gegeben, auch nur ansatzweise wieder in die alten Regionen vorzustoßen, weshalb viele große Player am Terminmarkt gezielt auf eine Abrechnung der Optionen und Futures auf tiefstmöglichem Niveau hingearbeitet hatten. Das kann diesmal, wenn man sich das Chartbild des DAX ansieht, genauso kommen. Auf Wochenbasis ist es zwar gelungen, das sich andeutende „Hoffnungs-Signal“ einer „piercing line“ in das Wochenende zu retten. Aber dass der DAX per 17:30 Uhr leicht im Minus endete und nachbörslich keine 30 Punkte höher bei 12.374 Punkten schloss, obwohl die US-Börsen immer weiter liefen, zeigt schon: Da nach oben etwas zu bewegen, wird nicht einfach. Charttechnisch wäre die Basis für weitere Kursgewinne im DAX dann solide, wenn es gelingen würde, die Widerstandszone zwischen der unteren Begrenzung der „Trompeten-Formation“ bei 12.565 und der 200-Tage-Linie bei 12.720 Punkten zu überwinden, bis dahin wären jegliche Long-Positionen ein gewagtes Spiel.


Widerstände: 12.565 / 12.678 / 12.720 / 13.137 / 13.597

Unterstützungen: 12.340 / 12.330 / 12.003 / 11.869 / 11.431

 

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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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