Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Diese Schere könnte noch viel größer werden!

Dienstag, 13. März 2018

Die relative Schwäche des DAX ist frappierend




Die Woche fing ja scheinbar gut an. Am Sonntag wurde bekannt, dass sich die beiden im DAX notierten Versorger E.ON und RWE untereinander umstrukturieren und dabei die RWE-Tochter innogy untereinander aufteilen wollen. Beide DAX-Aktien starteten mit großen Aufwärts-Kurslücken in die Woche. Dumm nur, dass die beiden zusammen gerade einmal eine Gewichtung von knapp drei Prozent im DAX aufweisen. Den Index selbst konnte das also faktisch nicht auf Touren bringen. Doch das hätte die Stimmung aufhellen können, weil mit diesen Plänen von E.ON und RWE deutlich wird: Auch hierzulande tut sich allerhand. Immerhin wären da ja auch noch die Überlegungen von Daimler, Continental und VW hinsichtlich einer Holding-Struktur. All das könnte kurstreibend wirken – und tut es doch nicht. Der DAX legte zwar morgens kräftig zu, erreichte über den DAX Future vor dem regulären Handelsstart um 9 Uhr im Hoch 12.478 Punkte. Aber dann bröckelten die Gewinne sukzessive ab. Am Ende stand ein doch eher mageres Plus statt eines bullishen Aufbruchssignals. Diese dünne Vorstellung nach der frappierenden Stagnation des Freitags, als die US-Aktienindizes rasant zulegten und der DAX auf der Stelle trat, dürfte den Bären bestens gefallen. Denn wenn solche Entwicklungen den DAX nicht bewegen – was dann? Gut, eine Wende des Euro zum US-Dollar nach unten könnte diese Handbremse auch lösen. Aber das zeichnet sich derzeit nicht ab. Und auch, wenn die DAX-Unternehmen im ersten Quartal gute Geschäfte gemacht haben sollten, bis zu den nächsten Quartalszahlen ist es noch lange hin. Bis zum nächsten großen Verfalltermin an der Terminbörse hingegen nicht: der steht am Freitag an. Und er kann die Schere zwischen dem DAX und der Wall Street sogar noch vergrößern, denn:




Tendenziell versuchen die großen Player am Terminmarkt, die Kurse im Vorfeld eines solchen sogenannten „Hexensabbat“ an einen Extrempunkt der Handelsspanne seit dem letzten Verfalltermin (der war am 16. Februar) zu bewegen. Vor allem dann, wenn viele Käufer von Optionen mit einer gegenteiligen Entwicklung gerechnet haben. Zeigt der DAX also einen Aufwärtstrend, während viele mit weiter fallenden Kursen gerechnet und Put-Optionen gekauft hatten, ist das für die großen Akteure an der Terminbörse, die oft als Options-Verkäufer (Stillhalter) fungieren, ideal, weil all diese Puts dann wertlos verfallen und sie die beim Verkauf eingenommene Summe als vollen Gewinn verbuchen können. Da es seit dieser letzten Abrechnung im Februar mit dem DAX zunächst scharf abwärts, dann aber nicht minder dynamisch aufwärts ging, wäre die kurzfristige Erwartung der Mehrheit der Akteure wohl eine Fortsetzung des jüngsten Anstiegs. Was hieße: Da könnten viele auf DAX Call-Optionen mit dieser ultra-kurzfristigen Restlaufzeit bis zum 16. März gesetzt haben. Denkbar wäre daher, dass versucht wird, zu vermeiden, dass diese Calls tief in den Gewinn laufen, indem der DAX wieder gedrückt wird. Das ist zum aktuellen Zeitpunkt, zu Beginn der „Verfalls-Woche“, nur eine Hypothese, aber die verblüffende Stagnation des DAX am Freitag und die magere Vorstellung am Montag deuten an, dass das zumindest versucht werden könnte. Und sollte der DAX tatsächlich wieder Abwärtsdynamik aufbauen, wäre alleine diese markante Performance-Schere zwischen Dow Jones & Co. einerseits und DAX, Euro Stoxx 50 und den meisten anderen Eurozone-Indizes andererseits für große Hedgefonds eine Verlockung, diese Schere noch zu vergrößern, in dem man die Wall Street Long und Europa Short tradet. Wenn man das vermeiden will, sollte es tunlichst sofort passieren. Der heutige Dienstag müsste ein Zeichen setzen, eine Abrechnung am Freitag an oder gar über der derzeit entscheidenden Widerstandszone 12.560/12.720 Punkte wahrscheinlich machen. Dann könnte dieser Knoten platzen, dann hätten wir hier auch im Fall eines Anstiegs über die 200-Tage-Linie bei 12.720 Punkten eine taugliche Trading-Chance Long. Bleibt dieser Weckruf indes aus, wachsen die Chancen für einen erneuten Short-Trade. Der heutige Tag dürfte dahingehend Weichen stellen!


Widerstände: 12.560 / 12.678 / 12.720 / 13.137 / 13.597

Unterstützungen: 12.340 / 12.338 / 12.003 / 11.869 / 11.431

 

Weitere Informationen zu DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:


Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 12,68 12,69 -14,89 %
Mini Future Long auf DAX 5,0 24,84 24,85 -8,27 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Mini Future Short auf DAX 10,1 12,18 12,19 +22,28 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,0 24,57 24,58 +9,83 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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