Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Wall Street? Welche Wall Street?

Mittwoch, 16. Mai 2018

Der DAX übt sich in Gelassenheit



An der Wall Street ging es gestern höchst ungemütlich zu. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 gaben deutlich nach. Die Anleihezinsen in den USA kletterten weiter, die allgemeine Nervosität nimmt zu. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen deuten die jüngsten Andeutungen des US-Präsidenten, seines Wirtschaftsberaters Kudlow und des Finanzministers Mnuchin an, dass es hinsichtlich der Gespräche mit China über die Beseitigung des Handelsbilanzdefizits wohl doch nicht so gut läuft, wie Trump im Vorfeld angekündigt hatte. Zum anderen zeigt sich, dass die Front gegen den Entschluss der USA, aus dem Iran-Atomabkommen auszusteigen, recht massiv wirkt. Es läuft nicht nach Plan für die USA. Und die Sorge, dass die nahenden Strafzölle ebenso wie eine unter anderem durch einen weiter steigenden Ölpreis unterlegte Zuspitzung der Lage in Nahost die US-Wirtschaft treffen werden, wächst. Hinzu kam ein anderer Aspekt: Die Gegenreaktion des Euro zum US-Dollar nach einem in der Spitze gut sieben Cent ausmachenden Abwärtsimpuls wurde mit einem Schlag beendet. Euro/US-Dollar touchierte am Dienstag schon wieder das bisherige Tief der Abwärtsbewegung bei knapp über 1,18 US-Dollar. Und der damit schwindende Exportvorteil der US-Unternehmen nagte ebenso an den Nerven der US-Investoren. Aber nicht an den Nerven der Anleger hierzulande. Das basierte auf dem bekannten Aspekt, dass eine schwächere Währung die Exporte, damit die Gewinnperspektiven der Unternehmen und in der Folge die Aktienkurse stützt und diese Schwäche eben derzeit beim Euro zu finden ist. Was seit Januar 2017 entscheidend zur Hausse der US-Indizes beitrug, kehrt sich jetzt um. Da lässt es sich gut gelassen bleiben.



Aber dass der DAX zum Xetra-Handelsende gerade einmal acht Punkte abgab und sich auch zum Handelsende des DAX Future um 22 Uhr beeindruckend stabil zeigte, obgleich ein Turnaround der US-Indizes ausblieb, auf den manch einer an diesem Tag mit seinem Spitznamen „Turnaround Tuesday“ gehofft haben mag, dürfte nicht nur auf dem nachgebenden Euro beruht haben. Immer mehr Marktteilnehmer stehen dem, was sich an der Wall Street abspielt, gelassen gegenüber, weil sie erkennen, dass sich der Druck, der sich durch die politischen Kapriolen aufbaut, ein ureigenes US-Problem ist, das sich durch das Zusammenrücken des Rests der Welt sogar zu einem Vorteil für die Eurozone entwickeln kann. Und so blieb der DAX in der letzten abendlichen Indikation an der 13.000er-Marke dran, ging mit 12.994 Punkten per 22 Uhr sogar über dem Xetra-Schlusskurs in den Feierabend. Damit steigt die Chance, dass sich der DAX in bullishem Terrain halten kann, die entscheidende Unterstützungszone 12.685/12.848 Punkte nicht unterschreitet, auch, wenn es an der Wall Street noch ein wenig ruppiger zugehen würde. Sicher kann man sich dessen natürlich nie sein, aber diese Signale der Emanzipation von den US-Börsen sind dahingehend ein gutes Vorzeichen. Diesen Spielraum bis hinunter an die untere Begrenzung dieser Unterstützungszone müsste man Long-Positionen indes lassen, so dass aus aktueller Sicht weiterhin ein Stop Loss Long bei 12.650 Punkten angemessen wäre. Eine Distanz zum aktuellen Kursniveau, die eher groß ist und daher in Bezug auf die Größe der Long-Positionen Berücksichtigung finden sollte.


Widerstände: 13.525 / 13.597

Unterstützungen: 12.848 / 12.810 / 12.745 / 12.730 / 12.690 / 12.685 / 12.340 / 12.003 / 11.869 / 11.831 / 11.727


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Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 12,86 12,87 +3,04 %
Open End Turbo Long auf DAX 5,0 25,79 25,80 +1,50 %

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Short auf DAX 10,1 12,81 12,82 -3,03 %
Open End Turbo Short auf DAX 5,0 25,85 25,86 -1,52 %

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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