Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Von wegen „ausgeblendet“

Dienstag, 12. Juni 2018

Kein „Wunder“, sondern „typisch Börse“






Da staunte der Fachmann und der Laie wunderte sich: Statt senkrecht abwärts ging es beim DAX gestern mit einer Kurslücke nach oben aufwärts. Und das Plus hielt sich bis zum Schluss. Kommentare waren zu lesen, die Anleger würden den G7-Gipfel einfach ausblenden. Aber so naiv und oder dumm sind die Anleger ja nun wahrlich nicht, es wäre eine Beleidigung, damit zu unterstellen, dass die Investoren nicht imstande wären zu erkennen, dass dieser weitere Schritt der US-Regierung in die politische Isolation Folgen haben muss, die die Aktienmärkte nicht außen vor lassen. Davon mal abgesehen, dass Trump im Zuge seiner Rücknahme des Plazets zur damit eben nicht mehr „gemeinsamen Erklärung“ twitterte, dass er jetzt umgehend das Problem angehen werde, dass europäische Autos die Straßen der USA überfluten. Und hinzu kommt ja, dass diese Woche einen kritischen Termin nach dem anderen mitbringt, die man ganz sich nicht „ausblendet“: Heute das Treffen Kim/Trump, morgen die US-Notenbankentscheidung, übermorgen die der EZB und am Freitag … der Verfalltermin an der Terminbörse. Und ja, da dürfte der Hase im Pfeffer liegen. Die Börse funktioniert ja nicht wie ein Schatten der Nachrichtenlage. Die Kurse reagieren nur auf negative Nachrichten, wenn auch hinreichend viele verkaufen. Doch gleich zum Handelsstart wurde deutlich: Da kommen Käufe auf. Nicht aus einem dramatischen Minus heraus, nein, auf dem Level des Vortages. Wer würde da dann noch unmittelbar verkaufen, auch, wenn er es vorher eigentlich vorhatte? Da wartet man doch lieber noch ein wenig, schaut, was da jetzt passiert. Und mit einem Plus im Tagesvergleich von immerhin 76 Punkten könnte es denen, denen an höheren Kursen zur Abrechnung der Optionen am Freitag gelegen ist, womöglich sogar gelingen, die anderen Akteure vor dieser Abrechnung am Ausstieg zu hindern. Zumal es auch noch gelang, wie Sie anhand dieses Charts auf 15-Minuten-Basis sehen, die Kurslücke der Eröffnung sofort im Tagesverlauf zu schließen und wieder ans Tageshoch zurück zu laufen. Da heben auch die rein charttechnisch orientierten Trader den Daumen. Was danach, ab kommender Woche wird, ist indes eine ganz andere Sache, denn:




Mit Ausnahme des Aprils ging es nach solchen Abrechnungsterminen seit Januar regelmäßig bergab. Angesichts dieser immer kritischer werdenden Rahmenbedingungen sollte das diesmal erst  recht nicht wundern, immer vorausgesetzt, es gelingt, diese Stabilität des DAX über die Termine der kommenden Tage hinaus zu retten. Dieses gestrige Plus als Beleg „innerer Stärke“ und als Zeichen eines durch nichts zu erschütternden bullishen Lagers zu werten, wäre daher verwegen. Aber letzten Endes hat der DAX damit zwar überrascht, nicht aber bereits ein bullishes Signal im Chart generiert. Er bleibt in der Handelsspanne der letzten Tage, in der über Monate etablierten, wichtigen Zone, die man jetzt um die kurzen Ausreißer nach oben und unten erweitern sollte. Damit haben wir hier eine Spanne zwischen 12.547 und 12.925 Punkten, aus welcher der deutsche Leitindex ausbrechen muss. Erst, wenn das auf Schlusskursbasis (inklusive der letzten abendlichen Indikation per 22 Uhr) und hinreichend deutlich gelungen wäre, wäre hier eine Basis für eine Positionierung in Ausbruchsrichtung gegeben. Die Ankerpunkte hierfür als Anhalt: 12.950 Punkte auf der Oberseite, 12.500 Punkte auf der Unterseite.


Widerstände: 12.848 / 12.876 / 12.925 / 13.525 / 13.597

Unterstützungen: 12.810 / 12.745 / 12.753 / 12.678 / 12.547 / 12.003 / 11.869 / 11.831 / 11.727


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Produkte Long

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Open End Turbo Long auf DAX 10,0 12,34 12,35 +7,39 % Direkt handeln
Open End Turbo Long auf DAX 5,0 24,49 24,50 +3,64 % Direkt handeln

Produkte Short

Name Hebel Geld Brief % Tag Watchlist Trade
Mini Future Short auf DAX 10,0 12,34 12,35 -7,01 % Direkt handeln
Open End Turbo Short auf DAX 4,9 25,26 25,27 -3,55 % Direkt handeln

Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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