Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Widerstand zwecklos, oder …

Dienstag, 3. Juli 2018

… gelingt tatsächlich eine Bodenbildung?






Ein Minus von 68 Punkten im Vergleich zum Freitag ist zwar alles andere als ein guter Start in das neue Quartal. Aber wer versucht, sich seinen Optimismus zu bewahren, könnte konstatieren: Es hätte ja noch schlimmer kommen können. Immerhin hatte der DAX den Handel noch einmal 90 Punkte tiefer begonnen; unmittelbar, nachdem die große Kurslücke zur Eröffnung gerissen wurde, aber zügig aufgeholt. Die Frage ist: Wie nachhaltig kann das sein? Momentan sind Hoffnungen, dass eine weitere Eskalation des Handelskonflikts vermieden werden kann, bevor wie derzeit geplant am Freitag die Strafzölle gegen China in Kraft treten, vage. Trumps Statement von Montag, er werde sich „recht bald“ mit EU-Vertretern treffen, um über den Handel zu diskutieren und Jean-Claude Junckers Aussage, er werde nicht vor dem 24. Juli in die USA reisen, klingen nicht gerade danach, als würde die Politik entschlossen zu verhindern suchen, dass den Unternehmen ein von ihr verursachter Schaden entsteht. Ob sich die wankende Koalition hierzulande noch einmal so zusammenrauft, dass effektives Regieren möglich ist, kann man kaum absehen. Und auch, wenn man an der Wall Street bemüht war, zum Start ins neue Quartal bullish daher zu kommen, wirkte der dortige Turnaround der wichtigsten Indizes ins Plus relativ blutleer. Allzu motiviert könnte man als Bulle in Bezug auf den DAX daher eher nicht sein, zumal man der Saison der Quartalsbilanzen angesichts zahlreicher Gewinnwarnungen mit einem gerüttelt Maß Nervosität entgegensehen dürfte. Dennoch, der DAX-Chart würde beiden Lagern Argumente liefern. Der Chart auf 60-Minuten-Basis zeigt zwar eigentlich ein bearishes „Island Reversal“, weil der Kurssprung des Freitag durch das Abwärts-Gap am Montag wie eine Insel im Chartbild steht. Aber das wird dadurch gemildert, dass sich dieses Island Reversal nicht am Ende einer Aufwärtsbewegung befindet und der DAX die Kurslücke bereits präzise hat schließen können. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass das Bild damit im Umkehrschluss bullish wäre.



Eine abgewehrte Chance, den DAX auf neue Tiefs im Zuge dieses Abwärtsimpulses zu drücken, ist noch keine bullishe Vorlage. Und wer von einer Trendwende durch einen „Morning Star“ träumt, sieht im Tageschart die genau umgekehrte Version davon. Der in der Mitte liegende Doji müsste unter, nicht über der roten Kerze zuvor und der weißen Kerze danach liegen. Grundsätzlich ist durch diese Konstellation noch keine Indikation entstanden, die auf eine Trendwende nach oben hindeutet, zumal die Rahmenbedingungen mehr als eine jederzeit mögliche Gegenreaktion an die Widerstandszone 12.547/12.947 Punkte derzeit eigentlich nicht hergeben würden. Und auch, wenn es möglich wäre, dass die Fonds zum neuen Monat seitens der Sparer zugeflossenes Kapital noch zurückgehalten haben und es jetzt zu Gunsten einer Stabilisierung des DAX einsetzen könnten: Da stehen viele „Wenns“ im Raum. Denn nach zwei enttäuschenden Quartalen könnte man nicht einmal sicher davon ausgehen, dass wirklich nennenswert viel Kapital zugeflossen ist, selbst Netto-Kapitalabflüsse wären nicht ausgeschlossen. Bislang ist die Abwärtstendenz des DAX intakt. Short-Trades zu halten wäre damit machbar; aber nur, wenn sich der DAX auf neue Korrekturtiefs Richtung 11.727/12.003 Punkte nach unten verabschieden würde, wäre es sinnvoll, den vorerst weiterhin im Bereich 12.590 Punkte gesehenen Stop Loss enger, in den Bereich um 12.400 Punkte, zu ziehen.


Widerstände: 12.547 / 12.664 / 12.678 / 12.745 / 12.783 / 12.810 / 12.848 / 12.947 / 13.204 / 13.525 / 13.597

Unterstützungen: 12.003 / 11.831 / 11.727



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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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