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Wahrscheinlichkeit

50 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Anstieg mit begrenzter Haltbarkeit?

Mittwoch, 4. Juli 2018

Erleben die Bullen eine erneute Bauchlandung?






Plus 111 Punkte und das im DAX-Chart sukzessive erkennbare Bestreben, einen Boden zu bilden, das sieht auf den ersten Blick sehr gut aus. Und die Optimisten hätten mit dem vorläufigen Burgfrieden zwischen CDU und CSU auch einen Anlass um zu argumentieren, dass der DAX jetzt wieder Luft nach oben hätte. Der Haken dabei ist, dass dieser Koalitionszwist zwar allerhand Risiko bedeutete. Aber das tut er immer noch, das Problem an sich als ausgestanden zu betrachten wäre nämlich verwegen. Und es war weit weniger die deutsche Politik, die den DAX in den vorangegangenen Wochen in die Knie zwang, es war die Politik in Washington. Und da ist von Entspannung noch nichts zu sehen. Übermorgen würden, wenn der Plan nicht geändert werden sollte, die US-Strafzölle gegen China in Kraft treten. Und auch, wenn Donald Trump verkündete, er werde bald mit der EU über das Thema Handel sprechen: Das als Entschärfung der Bombe zu betrachten, wäre wohl ein Fehler. Denn so, wie man Donald Trump bislang kennengelernt hat, bedeuten „Gespräche“ das Diktieren von Forderungen, die, wenn sie nicht erfüllt werden, die nächste Runde des Handelskriegs einläuten. Und außerdem wäre da ja noch die Wall Street. Die am Dienstag schon wieder einen Intraday-Turnaround nach unten vorgelegt hat (die Tradition des „Turnaround Tuesday lebt also einmal mehr fort), was zur Folge hatte, dass der Dow Jones zum dritten Mal in fünf Tagen am Ende unter seiner 200-Tage-Linie landete, die anfänglich zum dritten Mal bereits als zurückerobert wirkte. Da, an der Wall Street, liegt der Sprengstoff, der auch den DAX aus dieser Bodenbildung herausreißen kann.



In den USA ist heute zwar Feiertag (Independence Day), aber wenn der Handel dort morgen wieder einsetzt, wäre das zugleich der letzte Tag vor dem Termin der China-Strafzölle. Die Nervosität in Übersee ist mit Händen zu greifen, immerhin gelingt es nicht, diese 200-Tage-Linie des Dow Jones nach oben zu verlassen, ein Phänomen, das so seit Jahren nicht aufgetreten ist. Man spürt, dass die Anleger der Optimismus verlässt – und das birgt das Risiko, dass all die, die noch ausharren, weil sie auf einen neuen Rallyeimpuls durch die Verteidigung der 200-Tage-Linie hoffen, sofort aussteigen, wenn es nach diesem dritten Turnaround nach unten innerhalb von fünf Handelstagen einen erneuten Tag im Minus gäbe. Und das würde am DAX nicht spurlos vorbeigehen, der ohnehin nur mit dem Blick auf den Xetra-DAX wirkt, als könnte er jederzeit durchstarten. Denn wenn man sich diesen Chart des DAX Future auf 60-Minuten-Basis ansieht erkennt man, dass der DAX in der letzten abendlichen Indikation (12.309 Punkte) nicht nur 40 Punkte vom Xetra-Schlusskurs wieder abgegeben hat, sondern letztlich auch nahezu unverändert gegenüber den Schlusskursen des DAX Future vom Freitag und Montag aus dem Handel ging. Das  hier kann eine Bodenbildung sein. Aber genauso gut können wir hier ein konsolidierendes Rechteck sehen, das nach unten verlassen wird. Weiterhin steht dem Halten von Short-Trades aus charttechnischer Sicht nichts im Wege, den Stop Loss würden wir bei 12.590 Punkten belassen.


Widerstände: 12.547 / 12.616 / 12.678 / 12.745 / 12.781 / 12.810 / 12.848 / 12.947 / 13.204 / 13.525 / 13.597

Unterstützungen: 12.003 / 11.831 / 11.727



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Der Boerse-Daily.de Wahrscheinlichkeits-Index gibt an, wie hoch die Chance (von 0% = "sehr unwahrscheinlich" bis 100% = "sehr wahrscheinlich") eingestuft wird, dass das vorgestellte Szenario eintritt.

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