Referenzkurse

Wahrscheinlichkeit

55 %

Autor

Ronald Gehrt
Charttechnik-Experte

DAX DAX: Wie viele hoffen noch auf Deeskalation?

Donnerstag, 5. Juli 2018

Morgen sollen die China-Strafzölle in Kraft treten



Viel war nicht los zur Wochenmitte. Aber das ist kein Wunder, die Wall Street-Akteure fielen feiertagsbedingt weg. Und ohne deren Vorgaben traute man sich, wie so oft in solchen Fällen, beim DAX nicht, entscheidende Schritte zu unternehmen. Wobei in diesem besonderen Fall hinzukäme, dass man nicht einmal wüsste, in welche Richtung die führen sollten. Denn noch ist ja nicht hundertprozentig sicher, dass die Strafzölle der USA gegen chinesische Importe morgen wirklich in Kraft gesetzt werden. Allerdings: Darauf zu wetten, dass Donald Trump in letzter Minute einen Rückzieher macht, eventuell einen Aufschub gewährt, wie es zumindest einmal im Mai in Bezug auf die Strafzölle auf Stahl und Aluminium der Fall war, wäre gewagt. Eigentlich hat er schon keine Wahl mehr, er muss, auch wenn die Kritik auch in den USA groß ist, weitermachen, will er sein Gesicht nicht verlieren. Aber wie viele Marktteilnehmer hierzulande haben diesen weiteren Schritt im Handelskrieg bereits eingepreist, sind ausgestiegen oder Short im DAX? Wie viele sind noch massiv Long oder voll in Aktien investiert und hoffen, dass das alles am Ende doch nicht so schlimm ausgehen wird? Die Antwort auf diese Frage wäre zwar entscheidend um absehen zu können, ob aus dieser im DAX-Chart auf 60-Minuten-Basis gut erkennbaren Mini-Bodenbildung ein neuer Aufwärtsimpuls werden könnte. Aber da man in die Köpfe der Akteure nicht hineinsehen kann, wird die Antwort wohl erst am Freitag kommen, wenn man vor vollendeten Tatsachen steht. Was heißt: 



Es ist müßig, aus dem umsatzarmen Handel des Mittwochs mit seiner kleinen Handelsspanne und einem irrelevanten Minus, das im abendlichen Handel fast völlig wieder aufgeholt wurde, irgendwelche Indikationen herauslesen zu wollen, wie diese Woche beim DAX sendet. Solche Indikationen sind schlicht nicht vorhanden. Und es bedürfte ja nicht einmal negativ überraschter Rest-Optimisten, um den DAX nach unten in Marsch zu setzen, falls Trump Ernst macht und die US-Börsen abrutschen sollten. Denn dem Bären-Lager würde es auch reichen, dass potenzielle Käufer an der Seitenlinie bleiben, um freie Bahn zu haben, den DAX über die Futures unter Druck zu setzen. Was andererseits aber dazu führen könnte, dass erste Short-Trader dann Gewinne mitnehmen, eindecken und den DAX so wieder höher ziehen, weil mit der Aktivierung der Strafzölle eingetreten ist, worauf sie gesetzt hatten. Sie sehen schon: Da kann man um drei oder vier Ecken denken und steht auch nicht klüger da, weil die Zahl der Ecken, um die man hätte denken sollten, eine Unbekannte ist. Sich konsequent am Chart zu orientieren ist da der probatere Weg: Bevor der DAX nicht wenigstens über die am Mittwoch mit 12.590 Punkten genau auf dem derzeit im Raum stehenden Stop Loss-Level Short notierende 20-Tage-Linie gestiegen ist, wäre nicht einmal auf kurzfristigster Ebene von einer bullishen Indikation zu sprechen. Entsprechend wäre die Short-Seite per heute Früh weiterhin die mit dem besseren Chance/Risiko-Verhältnis und ein Stop Loss bei 12.590 Punkten, besonders durch das jetzt erfolgte „Einfangen“ der 20-Tage-Linie, unverändert angemessen.


Widerstände: 12.547 / 12.590 / 12.678 / 12.745 / 12.780 / 12.810 / 12.848 / 12.947 / 13.204 / 13.525 / 13.597

Unterstützungen: 12.003 / 11.831 / 11.727 


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