Autor

Carsten Brzeski
Chefvolkswirt der ING-DiBa
@carstenbrzeski

Chart of the Week Mit Plänen ist das so eine Sache... | 29.03.2019

Freitag, 29. März 2019

Haben Sie schon Pläne für den Ruhestand? Haben Sie zum Beispiel ein bestimmtes Alter ins Auge gefasst, zu dem Sie aus dem Arbeitsleben aussteigen wollen? Diese Frage werden Sie vermutlich bejahen, wenn Sie derzeit noch erwerbstätig sind – und sei es nur, dass Sie das für Sie zutreffende gesetzliche Rentenalter im Hinterkopf haben.

Aber wie sicher sind Sie sich, dass Sie auch wirklich zum angepeilten Zeitpunkt in den Ruhestand werden gehen können – und dass sich daran nicht noch etwas verschiebt? Ob nun durch weitere Änderungen an der gesetzlichen Rentenversicherung oder durch andere Umstände, die Sie zwingen, länger zu arbeiten?

Deutsche Erwerbstätige: (erwartete) Änderungen am geplanten Ruhestandsalter

Quelle: ING International Survey

Wenn Sie zweifeln, ob Sie wirklich an Ihrem geplanten Rentenalter festhalten können, sind Sie in guter Gesellschaft: Denn wie unser Chart der Woche zeigt, gehen 55 Prozent der erwerbstätigen Deutschen davon aus, dass sich ihr geplanter Ruhestand verzögern könnte. Zum Vergleich: Nur rund vier Prozent der jetzigen Rentner und Pensionäre geben an, dass sie ihren Ruhestand zu einem späteren Zeitpunkt angetreten haben als ursprünglich geplant.

58 Prozent aus dieser Gruppe konnten hingegen früher aufhören zu arbeiten – unter der jetzigen Erwerbsbevölkerung machen sich darauf gerade einmal 15 Prozent Hoffnungen. Auch in zahlreichen weiteren Aspekten der Ruhestandsplanung zeigte sich in unserer Umfrage in 13 europäischen Ländern, dass Erwerbstätige einen weniger komfortablen Ruhestand erwarten, als ihre Vorgänger ihn haben. Eine „demographische Zeitbombe“ ist das noch nicht – es wirft aber die Frage nach der Akzeptanz des Systems auf.

Unter anderem darüber haben wir in der aktuellen Folge unseres Podcasts gesprochen. Mehr zur Ruhestandsplanung und zum Sparverhalten deutscher und europäischer Verbraucher finden Sie auch in unserer Studie: „Nicht alle sind Sparweltmeister“.

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