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Carsten Brzeski
Chefvolkswirt der ING-DiBa
@carstenbrzeski

Chart of the Week Es konsumt wieder sehr… | 20.12.2019

Freitag, 20. Dezember 2019

Es ist wieder die Zeit im Jahr, in der zwischen Weihnachtsfeiern, Glühweinkonsum und den letzten Arbeitstagen im Jahr Last-Minute-Geschenke gekauft werden. Denn nächste Woche steht das besinnliche Weihnachtsfest bevor. Vor der Besinnung steht aber erst einmal der Konsum, denn laut HDE werden im Einzelhandel dieses Jahr mit dem Weihnachtsgeschäft Umsätze von über 100 Milliarden Euro erwartet. Zwar können sich Konsumvorlieben im Laufe der Zeit ändern – standen Bücher 2011 laut einer EY-Umfrage noch ganz oben auf der Liste der meistverschenkten Weihnachtsgeschenke, so sind es mittlerweile Geschenkgutscheine oder Geld –, zwei traditionelle Weihnachtsartikel bleiben aber. 

Der erste ist der oft besungene Tannenbaum. Wie in den letzten Jahren auch dürfte es dabei zwar wieder grüne statt weiße Weihnachten geben, aber der Weihnachtsbaum bleibt ein Verkaufsschlager. Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume werden wohl verkauft, mit denen ein Umsatz von rund 700 Millionen Euro erzielt wird. 

Der andere Verkaufsschlager ist aus Schokolade. Die Produktion und der erwartete Konsum von Schoko-Nikoläusen und -Weihnachtsmännern ist laut dem Bundesverband der Deutschen Süßwaren (BDSI) ungebrochen hoch. Alleine dieses Jahr wurden 151 Millionen Schoko-Männer hergestellt, von denen 100 Millionen Stück in Deutschland konsumiert werden dürften, wie unser Chart der Woche zeigt. In Deutschland werden so pro Kopf im Schnitt 1,2 Stück verzehrt. In den Export geht dabei rund ein Drittel – nach Europa stehen USA, Kanada und Australien ganz oben auf der Liste abnehmender Länder.

Schoko-Weihnachtsmänner vs. Osterhasen

Quelle: BDSI


Schokoladige Konkurrenz der übers Jahr verkauften Figuren gibt es dabei vom Osterhasen: Von diesem wurden hierzulande im Schnitt pro Kopf 1,4 Exemplare für den heimischen Konsum produziert, fast 50 % gehen derweil in den Export. Dass die Zahl der pro Kopf konsumierten Weihnachtsmänner gegenüber den Osterhasen geringer ausfällt, dürfte derweil auch daran liegen, dass Weihnachtsmännern in den Wintermonaten mit Lebkuchen, Spekulatius, Stollen oder Dominosteinen eine große Süßwaren-Konkurrenz gegenübersteht. 

Übers Gesamtjahr gesehen werden in Deutschland übrigens laut BDSI pro Kopf ganze 30,6 kg Süßwaren verzehrt, die mit rund 100 Euro zu Buche schlagen. Für alle Figur-Besorgten gilt daher auch dieses Jahr: Man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Deswegen können Sie sich beim Verzehr der Schokoladen-Weihnachtsmänner ruhig austoben. In diesem Sinne wünscht Ihnen das Economics Team der ING frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2020, das zumindest von der Makroseite her viel Ähnlichkeit mit 2019 haben dürfte.

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