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ROUNDUP: Zurückgerufene Baby-Wiegen auch in Deutschland verkauft

15 Apr – 15:57

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vom Rückruf der mit Todesfällen in Verbindung gebrachten Baby-Wiegen des Spielzeugherstellers Fisher-Price ist auch Deutschland betroffen, allerdings in geringem Maß. Bundesweit seien weniger als 100 Stück verkauft worden, sagte eine Sprecherin des Konzerns Mattel, zu dem Fisher-Price gehört, am Montag in Frankfurt. Die Wiegen seien meist über den Online-Handel vertrieben worden.

Nach Berichten über den Tod von mehr als 30 Säuglingen hatte der US-amerikanische Spielzeughersteller seine Baby-Wiege "Rock 'n Play Sleepers" zurückgerufen - weltweit rund 4,7 Millionen Exemplare. Die meisten Wiegen - 95 Prozent - wurden nach Unternehmensangaben in den Vereinigten Staaten verkauft.

Anlass des Rückrufs waren Berichte über Todesfälle in den USA, bei denen Babys in ihren Wiegen erstickt waren. Seit 2009 sollen mindestens 32 Kinder ums Leben gekommen sein. "Es gab Todesfälle von Säuglingen in "Rock 'n Play Sleepers", nachdem sich die Säuglinge vom Rücken auf den Bauch oder auf die Seite gedreht hatten und nicht festgeschnallt waren, oder unter anderen Umständen", hatte die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC mitgeteilt.

In Europa seien keine Vorfälle gemeldet worden, hieß es am Montag von Mattel Deutschland in Frankfurt. Für die Details der Rückgabe könnten sich Kunden an das Unternehmen wenden, zudem sei geplant, dass sich die Händler mit ihnen in Verbindung setzen. Verbraucherschützer wie die Verbraucherzentrale Hessen rieten dazu, die Wiege nicht mehr zu nutzen und zurückzugeben.

Vor einer Woche hatte die US-Verbraucherschutzbehörde gemeinsam mit Fisher-Price zunächst vor einer falschen Nutzung der Wiege gewarnt und Eltern aufgefordert, diese nicht mehr einzusetzen, falls das Baby älter als drei Monate sei oder sich bereits selbst drehen könne. Nach Bekanntwerden weiterer Fälle aus den vergangenen Jahren folgte der Rückruf. Der Spielzeughersteller sprach von einem freiwilligen Schritt in Abstimmung mit den Behörden. Man stehe weiterhin zur Sicherheit seiner Produkte, habe aber entschieden, dass dies die beste Vorgehensweise sei./cam/DP/jha

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