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DGAP-Adhoc: K+S Aktiengesellschaft: Endgültige DPR-Feststellungen lösen keine Wertanpassungen aus (deutsch)

25 Nov – 21:57

K+S Aktiengesellschaft: Endgültige DPR-Feststellungen lösen keine Wertanpassungen aus

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DGAP-Ad-hoc: K+S Aktiengesellschaft / Schlagwort(e): Sonstiges

K+S Aktiengesellschaft: Endgültige DPR-Feststellungen lösen keine

Wertanpassungen aus

25.11.2021 / 21:57 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung

(EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. ("DPR") hat in dem

Verfahren zur Prüfung des Konzernabschlusses von K+S zum 31. Dezember 2019

nebst zugehörigem Konzernlagebericht sowie des verkürzten Konzernabschlusses

zum 30. Juni 2020 nebst zugehörigem Zwischenlagebericht heute ihre

endgültigen Prüfungsfeststellungen an K+S übersandt.

Aus den endgültigen Feststellungen folgt nach Auffassung von K+S kein

Anpassungsbedarf für die Wertansätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheit

Kali- und Magnesiumprodukte ("ZGE Kali") in den genannten Abschlüssen. Die

vorläufigen Feststellungen zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019, der

Nutzungswert der ZGE Kali sei nicht verlässlich und wesentlich zu hoch

ermittelt und damit die Werthaltigkeit nicht nachgewiesen worden, sind in

den endgültigen Feststellungen der DPR nicht mehr enthalten. Auch die

vorläufige DPR-Feststellung bezüglich des verkürzten Konzernabschlusses zum

30. Juni 2020, dass die Werthaltigkeit des Nettovermögens der ZGE Kali nicht

nachgewiesen worden sei, ist in den endgültigen Feststellungen nicht mehr

enthalten.

In Bezug auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 lauten die

Feststellungen der DPR:

Im Konzernabschluss der K+S AG zum 31.12.2019 wurde über wesentliche

Annahmen, Annahmeänderungen, Ermessensentscheidungen und

Schätzungsunsicherheiten im Zusammenhang mit der Werthaltigkeitsprüfung der

zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte (ZGE Kali)

nicht angemessen berichtet.

Das Nettovermögen der ZGE Kali i.H.v. 5.428,3 Mio. Euro (51,3% der

Konzernbilanzsumme) besteht im Wesentlichen aus Sachanlagevermögen des

Kaliwerks Bethune in Kanada. Es wurde insbesondere nicht angegeben, dass für

dieses Werk erstmalig nicht nur die ausgewiesenen Reserven, sondern zu 40%

auch Ressourcen bei der Nutzungswertermittlung herangezogen wurden, die -

anders als Reserven - zum Betrachtungszeitpunkt noch nicht hinreichend

sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich förderbar sind. Es wurde

ferner auf die Verlängerung der für dieses Werk zugrunde gelegten Laufzeit

nicht hingewiesen, die sich in Folge der Ressourcenberücksichtigung auf ca.

150 Jahre (ewige Rente) mehr als verdoppelt hat. Die stattdessen im

Konzernanhang enthaltene Aussage, dass die Laufzeiten der ZGE durch die

Rohstoffreserven determiniert sind, lässt nicht auf die Berücksichtigung von

Ressourcen schließen. Auch über die erstmalig im Werthaltigkeitstest

unterstellte zukünftige Ausweitung der maximalen Pro-duktions¬kapazität in

Bethune von 2,86 mt/a auf 4,0 mt/a wurde nicht berichtet. Auf diese Weise

wird nicht die von einem IFRS-Abschluss gemäß IAS 1.1 geforderte

Vergleichbarkeit hergestellt.

Es liegt ein Verstoß gegen IAS 1.122 und IAS 1.125 vor, wonach die mit den

angewandten Bilanzierungsmethoden einhergehenden Ermessensentscheidungen

sowie wesentliche Annahmen und Schätzungsunsicherheiten im Konzernanhang

anzugeben sind. Zudem fordern auch IAS 1.31 i.V.m. IAS 36.132, dass ein

Unternehmen zusätzliche Angaben in Betracht zu ziehen hat, wenn anderenfalls

die Auswirkungen von Ereignissen und Bedingungen auf die Vermögenslage für

die Abschlussadressaten nicht verständlich wären.

In Bezug auf den verkürzten Konzernabschluss zum 30. Juni 2020 lauten die

Feststellungen der DPR:

1. Für den Zwischenabschluss der K+S AG zum 30.06.2020 wurde keine

Wertminderungsprüfung für den Nettobuchwert der

zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte (i.H.v.

5.196,8 Mio. Euro, 51,7% der Konzernbilanzsumme) durchgeführt, obwohl

Anhaltspunkte dafür vorlagen, dass das Nettovermögen wertgemindert sein

könnte. Anhaltspunkte waren insbesondere die negative

Kalipreisentwicklung sowie der weitere Rückgang der Marktkapitalisierung

unterhalb des Nettovermögens des Unternehmens. Die unterlassene

Wertminderungsprüfung verstößt gegen IAS 36.9 i.V.m. IAS 36.12 und IAS

34.28.

2. Im Zwischenlagebericht der K+S AG für das 1. Halbjahr 2020 wurden

wesentliche Ereignisse und deren Auswirkungen auf die Finanzlage und

deren Entwicklung nicht ausreichend deutlich dargestellt. Insbesondere

kommt nicht zum Ausdruck, dass der im 1. Halbjahr 2020 erzielte Freie

Cashflow von 166,2 Mio. Euro in voller Höhe auf nicht operative

Maßnahmen, im Wesentlichen auf das in 2020 als Working Capital

Management Maßnahme eingeführte Factoring, zurückzuführen ist. Dies

verstößt gegen § 115 (4) WpHG i.V.m. DRS 16.40 ff. (z.B. DRS 16.41,

interne Ereignisse g)).

K+S ist von der DPR gebeten worden, bis zum 9. Dezember 2021 mitzuteilen, ob

das Unternehmen den Fehlerfeststellungen zustimmt oder nicht. Bei Zustimmung

wäre das Verfahren bei der DPR beendet.

Kontakt:

Investor Relations:

Julia Bock, CFA

Telefon: +49 561 9301-1009

julia.bock@k-plus-s.com

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: K+S Aktiengesellschaft

Bertha-von-Suttner-Str. 7

34131 Kassel

Deutschland

Telefon: +49 561 9301 0

Fax: +49 561 9301 2425

E-Mail: investor-relations@k-plus-s.com

Internet: www.k-plus-s.com

ISIN: DE000KSAG888

WKN: KSAG88

Indizes: MDAX

Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt

(Prime Standard), Hamburg, Hannover, München,

Stuttgart; Freiverkehr in Tradegate Exchange

EQS News ID: 1252098

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