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AKTIE IM FOKUS: Netflix-Kurseinbruch geht weiter - Corona-Gewinne bald passé

24 Jan – 17:47

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurseinbruch bei Netflix <US64110L1061> geht am Montag rasant weiter. Am Freitag waren die Aktien schon um mehr als 20 Prozent abgesackt, nun kam nochmals ein heftiger Abschlag um 10 Prozent hinzu. Mit zuletzt gezahlten 356,60 US-Dollar steuert der Kurs erstmals seit der Frühphase der Corona-Pandemie wieder auf das Niveau unter 350 Dollar zu. Als Grund für den Kurseinbruch seit Freitag gilt ein desaströser Abonnenten-Ausblick des Streaming-Anbieters. Die Papiere des Streaming-Konkurrenten Walt Disney <US2546871060> sackten am Montag um 4,7 Prozent ab.

Am vergangenen Donnerstag waren für die Aktien von Netflix, einem einstigen Gewinner der Corona-Lockdowns, noch mehr als 500 Dollar gezahlt worden. Im März 2020 war der Kurs während des Corona-Crashs kurz unter die 300-Dollar-Marke gerutscht, dann aber griffen Anleger unter Verweis auf Chancen, die sich dem Streaming-Anbieter in Zeiten der Lockdowns ergäben, zu.

Binnen eineinhalb Jahren hatte sich der Kurs mehr als verdoppelt. Das Rekordniveau von rund 700 Dollar liegt denn auch noch nicht lange zurück, es stammt aus dem November. Seitdem waren die Aktien aber schon unter Druck geraten und 2022 wurde des Gefälle des Abwärtstrends dann noch größer. Derzeit sind US-Tech-Werte im Allgemeinen heftig unter Druck. Börsianer sprechen hier in Erwartung bald steigender Zinsen von einer Korrektur der hohen Bewertungen.

Auch Analysten drehen der Netflix-Aktie als einstigem Liebling der Tech-Anleger mittlerweile den Rücken zu. Am Montag gab nun das Analysehaus Jefferies seine bisherige Kaufempfehlung auf: Kurzfristig gebe es zu viel Unsicherheit, begründete Analyst Andrew Uerkwitz diesen Schritt. Sein bisheriger Optimismus habe auf einem konstanten Abonnenten-Wachstum basiert. Netflix hatte am Freitag aber die ganze Streaming-Branche erschreckt mit der Aussage, für das laufende Quartal würden nur noch 2,5 Millionen neue Kunden erwartet. Damit blieb das Unternehmen deutlich unter den Expertenprognosen./tih/la/he

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Quelle: DFA/DPA. Diese Nachricht wurde vollständig von einer dritten Partei bereitgestellt und veröffentlicht. ING ist daran weder beteiligt noch hat ING Einfluss auf die veröffentlichten Informationen. Mehr dazu finden Sie im disclaimer.