Technische Analyse

DAX gerät unter Abgabedruck

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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: Abwärts DAX 60%

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Der DAX ist am Vortag unter Abgabedruck geraten und könnte sein Verlaufshoch der langen Aufwärtsbewegung gesehen haben. Dies gilt besonders, sobald der DAX unter die Ichimoku-Wolke im Tageschart fällt. Zu beachten ist dabei, dass der DAX und auch zahlreiche andere Indizes vor einer längeren Korrektur stehen könnten. Es besteht ein Elliott-Wellen-Szenario, nachdem die Erholung im breiten Russell 2000 seit dem Tief im Trump-Crash, lediglich eine Erholungswelle b war. Gefolgt von einer Abwärtswelle c, die das Tief im Trump-Crash dann unterschreiten sollte. Generell ist die Lage an den Aktienmärkten seit langem sehr überhitzt. Der bekannte Buffett-Indikator notiert stark im überhitzten Bereich und zudem auf Allzeithoch. Auch vom LEI Conference Board-Indikator, ein langer vorlaufender Indikator (2 - 3 Jahre), kommen seit 2022 bearishe Signale. Dieser Indikator hat frühzeitig (2 - 3 Jahre) auf den Millennium-Crash und auf den Lehman-Crash hingewiesen bzw. frühzeitig auf eine Disbalance und zunehmende Divergenz aufmerksam gemacht. Allerdings sind dies langfristige Indikatoren und nicht für das Timing zu gebrauchen. Sie dienen lediglich als Warnsignale im großen Bild. Kurzfristige Schwächesignale im Tageschart oder in den Stundencharts bekommen aber nun eine verstärkte Bedeutung. Ein erstes wichtiges Schwächesignal wäre der Durchbruch im DAX unter den 50er-EMA im Tageschart bei aktuell 23.865 Punkten. Sollte der DAX doch weiter ansteigen ist zu beachten, dass der Fibonacci-Fächer im Monatschart im neuen Monat August auf 24.800 Punkte angestiegen ist und dem DAX damit Raum bis 24.800/24.850 Punkte gibt, falls es doch zu einem weiteren Hochlauf kommt.

Im Fokus steht unverändert der Zollkrieg der USA gegen den Rest der Welt. US-Präsident Donald Trump hat neue, weitreichende Zölle gegen mehrere Handelspartner angekündigt, die nun ab dem 7. August, und nicht wie ursprünglich geplant ab heute, in Kraft treten. Besonders betroffen sind mehrere asiatische Handelspartner: Für Exporte aus Laos und Myanmar gilt nun ein US-Zollsatz von 40 %, für Indien 25 % und für Taiwan, Bangladesch sowie Vietnam jeweils 20 %. Malaysia, Kambodscha, Thailand und Pakistan werden mit jeweils 19 % belegt. Den Spitzenwert unter den genannten Ländern erhält Syrien mit 41 %. Die Schweiz liegt mit 39 % nicht viel tiefer. Weiterhin stehen heute US-Konjunkturdaten im Fokus, dabei besonders die heutigen Arbeitsmarktdaten („Non-Farm Payrolls“) um 14:30 Uhr.

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Handelsmöglichkeiten

Im DAX ist die Lage weiterhin sehr überhitzt und der Raum für weitere Kursgewinne wahrscheinlich durch den oberen Fibonacci-Fächer im Monatschart um 24.800 Punkte limitiert. Die Wahrscheinlichkeit für ein bereits erreichtes Verlaufshoch am Fibonacci-Fächer ist aktuell sehr hoch. Weitere Hinweise zum DAX-Tagesverlauf gibt es im Kommentarbereich des ING Markets Morning Call-Videos auf YouTube (unter dem Video). Bitte Money- und Riskmanagement beachten und ein Überhebeln vermeiden!

Widerstände: 24.000 / 24.300 / 24.500 Punkte

Unterstützungen: 23.930 / 23.600 / 23.500 Punkte

Produktauswahl

Long: NB196B und NB18M0

Short: NB2EH0 und NB2FQR

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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