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Technische Analyse

Sorgen US-Arbeitsmarktdaten für kräftigen Anstieg?

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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bullish 60%

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Der DAX schloss am Mittwoch bei 25.040 Punkten und notiert vorbörslich am heutigen frühen Donnerstagmorgen bei rund 25.051 Punkten. Es war der zweite Schlusskurs über 25.000 in Folge und eine Bestätigung des Ausbruchs vom Dienstag. Die Vorbörse preist die gemischte Wall-Street-Sitzung ein, hält aber über der psychologischen Marke. Der Mittwoch war ein Tag der Disinflation. Die vorläufige EU-Inflation für Juni kam bei 2,8% im Jahresvergleich herein, unter der Prognose von 3,0% und deutlich unter dem Mai-Wert von 3,2%. Die Energiepreise stiegen nur noch um 8,7% (Vormonat 10,8%), Dienstleistungen verlangsamten sich auf 3,2% (von 3,5%), Nahrungsmittel auf 1,6% (von 1,9%). Nach dem deutschen VPI-Schock vom Dienstag (2,3% vs. 2,5 bis 2,6% erwartet) bestätigte die EU-Zahl den Trend. Die EZB hat bei ihrem Einlagenzins von 2,25% zunehmend Spielraum für weitere Zinssenkungen. Solange der DAX den 50er-EMA im Tageschart bei 24.630 Punkten nicht nachhaltig nach unten durchbricht, sind eher weiter steigende Kurse im DAX bis 25.500 Punkte zu erwarten. Bis Mitte/Ende Juli sollten die Märkte noch von weiterem Rückenwind profitieren und ansteigen. Danach könnte es bereits eine tiefere Korrektur geben.

Der heutige Donnerstag wird von den US-Nonfarm Payrolls um 14:30 Uhr dominiert. Der Arbeitsmarktbericht für Juni wurde wegen des morgigen US-Feiertags (Independence Day, Freitag der 3. Juli) auf heute vorgezogen. Die Prognose liegt bei 114.000 neuen Stellen, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 172.000 im Mai. Die Arbeitslosenquote wird bei 4,3% erwartet (unverändert), die durchschnittlichen Stundenlöhne bei plus 0,3% im Monatsvergleich (ebenfalls unverändert). Gleichzeitig kommen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Prognose 219K, Vorwoche 215K). Die NFP-Veröffentlichung trifft auf ein Umfeld beschleunigter Disinflation. Wenn die Payrolls jetzt unter dem Konsens hereinkommen (ADP bei 98K deutet darauf hin), entsteht ein doppeltes Signal. Die Inflation fällt schneller als erwartet und der Arbeitsmarkt kühlt sich ab. Für die Fed unter Warsh (3,75%, 68% Marktwahrscheinlichkeit für eine September-Zinserhöhung) wäre das eine Verschiebung der Kalkulation. Die Argumentation für eine Zinserhöhung verliert an Boden, wenn Preise und Beschäftigung gleichzeitig nachlassen. Die Saisonalitätsdaten unterstützen den bullishen Grundton. Die S&P-500-Monatsstatistik zeigt, dass die Handelstage 1 bis 3 des Juli historisch die stärksten des gesamten Monats sind. Tag 3 (morgen der 3. Juli, aber US-Feiertag) weist die höchste durchschnittliche Rendite aller Julitage auf. Die Seasonax-Daten speziell für den DAX (Zeitraum 6. bis 23. Juli, 10 Jahre) zeigen eine Trefferquote von 80% (8 Gewinner, 2 Verlierer), eine mittlere Rendite von plus 2,12% und eine Median-Rendite von plus 0,86%. Der maximale Gewinn lag bei 8,80% (2016), der maximale Verlust bei minus 1,39% (2017). Die aktuelle Gewinnserie beträgt sechs Jahre in Folge. Die Sharpe Ratio liegt bei 3,02, ein außergewöhnlich hoher Wert für ein saisonales Muster. Ab dem 6. Juli (nächsten Montag) greift dieses DAX-Muster. Heute vollzieht CrowdStrike seinen 4-zu-1-Aktiensplit. Die Aktie schloss am Mittwoch bei rund 464 Dollar und wird heute bei etwa 116 Dollar mit der vierfachen Aktienanzahl handeln. CrowdStrike ist nach einem starken Quartalsbericht (Q1 über Konsens) einer der stärksten Cybersecurity-Werte 2026. Die Commerzbank-Angebotsfrist endet ebenfalls heute.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX sollte unter normalen kurzen Rückläufen Kurs auf die Marke von 25.500 Punkten nehmen und nun zunehmend vom saisonalen Rückenwind und der starken ersten Juli-Hälfte profitieren. Der erwartete Tageshochbereich liegt heute bei 25.000 und 25.100 Punkten, der erwartete Tagestiefbereich weiter wischen 24.700 und 24.600 Punkten.

Widerstände: 25.100 / 25.200 / 25.500 Punkte

Unterstützungen: 25.000 / 24.900 / 24.800 Punkte

Produktauswahl

Long: NB130P und NB55LE

Short: NB2FQW und NB43QR

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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