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Technische Analyse

DAX zieht weiter hoch

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Lesezeit: ca. 4 Minuten
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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bullish 60%

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An der Wall Street laufen Anleihen und Technologieaktien derzeit in entgegengesetzte Richtungen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Montag auf rund 5,31 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit gut zwei Jahrzehnten, obwohl der schwache Arbeitsmarktbericht vom Freitag die Erwartung einer weiteren Fed-Zinsanhebung im Oktober gedämpft hatte. Auslöser war der ISM-Index für die Dienstleister. Mit 54,9 Punkten lag er zwar knapp unter der Prognose, die Preiskomponente zog aber deutlich an. Die Aktien ließen sich davon nicht bremsen. Die Technologiewerte legten um gut ein Prozent zu und markierten das 23. Rekordhoch in diesem Jahr, der S&P 500 gewann 0,66 Prozent auf 7.774 Punkte, der Dow Jones 0,18 Prozent auf 51.268 Punkte. Unter der Oberfläche sieht es weniger freundlich aus. Seit Mitte August ist die Marktbreite eingebrochen, im September stieg nur jeder vierte Wert im S&P 500, und viele Branchen verhalten sich wie unter einem Zinsschock, während wenige große Technologiewerte den Index tragen. Im Chart hat der DAX die Korrekturzone zwischen etwa 24.950 und 25.450 Punkten, in der das erste Korrekturziel liegt, bislang verteidigt. Das Tief vom vergangenen Donnerstag bei rund 24.830 Punkten markiert den bisherigen Boden, seither hat der Index zweimal in Folge höher geschlossen. Am heutigen Morgen notiert er bei 25.371 Punkten und damit erstmals seit dem Bruch der Spanne wieder knapp über dem 10er-EMA, der bei 25.343 Punkten verläuft und sich abflacht. Der RSI(5) ist mit 53,57 zudem über die Mittellinie gestiegen. Die nächste Hürde liegt bei 25.400 Punkten, darüber folgen die Marken bei 25.700 und 25.800 Punkten, an denen der Index im September mehrfach gescheitert war.

Der Euro fiel auf das tiefste Niveau seit etwa 17 Monaten und kostet nur noch rund 1,12 Dollar. Belastend wirken die Schuldensorgen in Frankreich, wo der Gouverneur der Banque de France vor der steigenden Zinslast warnte, und in Spanien die für den 29. November angesetzte Neuwahl. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt bei 3,50 Prozent. Am Aktienmarkt hielten sich die Auswirkungen aber in Grenzen. Der Dienstag beginnt mit einem Konjunkturdämpfer, der bei genauerem Hinsehen kleiner ausfällt als die Schlagzeile. Die um 08:00 Uhr publizierten Auftragseingänge der deutschen Industrie brachen im August um 10,6 Prozent zum Vormonat ein, erwartet war nur ein Rückgang um 1,0 Prozent. Der Einbruch geht aber fast vollständig auf den sonstigen Fahrzeugbau mit Flugzeugen, Schiffen und Zügen zurück, der im Juli nach außergewöhnlich großen Aufträgen um 129 Prozent gesprungen war und nun um 61,5 Prozent zurückfiel. Ohne Großaufträge sanken die Bestellungen nur um 0,1 Prozent, zum Vorjahr liegen sie 2,7 Prozent im Plus, und der Umsatz blieb zum Vormonat stabil. Außerdem steht die französische Industrieproduktion an, um 11:00 Uhr folgt der Einzelhandelsumsatz im Euroraum mit einer Prognose von plus 0,3 Prozent. Aus den USA kommt um 14:30 Uhr die Handelsbilanz für August, später versteigert das Finanzministerium dreijährige Staatsanleihen über 58 Milliarden Dollar.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX könnte die tiefe Korrektur jetzt beendet haben und vor einem erneuten längeren Anstieg stehen, solange der DAX den 10er-EMA jetzt verteidigen kann. Das nächste Kursziel ist der 50er-EMA bei 25.560 Punkten, darüber die runde Marke von 26.000 Punkten. Also Schritt für Schritt. Nach der langen Korrektur könnte das jetzt der Beginn einer stärkeren Aufwärtsbewegung sein.

Widerstände: 25.400 / 25.600 / 26.000 Punkte

Unterstützungen: 25.000 / 24.800 / 24.500 Punkte

Produktauswahl

Long: NB6V33 und NB11A5

Short: NB42CP und NB243S

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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