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Technische Analyse

SAP weiter klar im Abwärtstrend

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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bearish 60%

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Der DAX startete am Montag mit Verlusten in die neue Woche und ging bei 24.830 Punkten aus dem Handel. Die US-Börsen blieben wegen des Presidents' Day geschlossen, womit dem DAX die Impulse aus Übersee fehlten und der Handel bei reduziertem Volumen stattfand. Belastet wurde der Index vor allem durch Siemens (-6,51%), die nach den Q1-Zahlen und der Hauptversammlung deutlich unter Druck gerieten, sowie durch SAP (-1,97%), die ihren Abwärtstrend der letzten Wochen fortsetzten. Charttechnisch hat der DAX am Montag den 10er-EMA im Tageschart bei 24.846 Punkten nach unten durchbrochen und damit ein wichtiges Schwächesignal generiert, das die Korrekturstruktur bestätigt. Der DAX notiert damit erstmals seit dem 6. Februar wieder unter diesem gleitenden Durchschnitt. Im Tageschart liegt der 50er-EMA bei 24.648 Punkten und bildet zusammen mit der Unterstützungszone um 24.500 Punkte das nächste Auffangnetz auf der Unterseite. Der 200er-EMA bei 23.780 Punkten liegt deutlich tiefer und markiert die untere Begrenzung des übergeordneten Aufwärtstrends. Die Ichimoku-Wolke im Tageschart stützt im Bereich um 24.200/24.600 Punkte. Die übergeordnete Erwartung bleibt bestehen. Nach dem tieferen Verlaufshoch bei 25.239 Punkten und dem Allzeithoch bei 25.510 Punkten ist eine Korrektur Richtung 24.000 Punkte und tiefer zu erwarten, bevor ein weiterer Aufwärtstrend starten dürfte. Kurzfristig könnte heute ein Turnaround-Tuesday-Effekt eine Gegenbewegung bis in den Bereich von 24.900/25.000 Punkte auslösen, diese dürfte aber nicht nachhaltig sein.

Die SAP-Aktie notiert aktuell bei rund 167 Euro und hat damit seit ihrem Hoch bei 283 Euro rund 39% verloren, der stärkste Kurseinbruch seit der Pandemie 2020. Auslöser war die Veröffentlichung der Q4- und Jahreszahlen Ende Januar. Obwohl SAP den Cloud-Umsatz um 23% auf 21,02 Milliarden Euro steigern konnte, den Free Cashflow um 95% auf 8,24 Milliarden Euro nahezu verdoppelte und der operative Gewinn (Non-IFRS) um 28% auf 10,42 Milliarden Euro kletterte, enttäuschte die Prognose für das Cloud-Backlog-Wachstum 2026, das sich „leicht verlangsamen" soll. Mit einem PEG-Ratio von 0,20 bei einem erwarteten EPS-Wachstum von 15% erscheint SAP fundamental deutlich unterbewertet. Für eine charttechnische Bodenbildung müsste sich die Aktie aber zunächst im Bereich von 160/165 Euro stabilisieren und den RSI in den überverkauften Bereich drücken, bevor eine nachhaltige Erholung wahrscheinlich wird. Bei den Einzelaktien stehen heute in den USA vorbörslich Energy Transfer, Medtronic (Quartalszahlen als Medizintechnik-Barometer), Leidos, Vulcan Materials, Fluor und eToro (Börsengang-Kandidat) im Fokus. Nach US-Börsenschluss folgen dann die mit Spannung erwarteten Zahlen von Palo Alto Networks, Cadence Design Systems, Devon Energy, Toll Brothers, Kenvue und FirstEnergy.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX sollte wahrscheinlich nicht mehr nachhaltig über 25.000 Punkte ansteigen können und im weiteren Kursverlauf vor weiteren Abgaben Richtung 24.500 und 24.000 Punkte stehen. Erholungen sollten nur temporär im übergeordneten Abwärtstrend stattfinden.

Widerstände: 25.000 / 25.200 / 25.300 Punkte

Unterstützungen: 24.800 / 24.500 / 24.000 Punkte

Produktauswahl

Long: NB4UTX und NB19CC

Short: NB4ZMF und NB2J74

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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