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Technische Analyse

Heute: Großer Verfallstermin!

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Lesezeit: ca. 4 Minuten
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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bullish 60%

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Der DAX eröffnete den Donnerstag direkt mit einem Gap-up bei 25.645 Punkten, kletterte bis auf 25.803 Punkte nach oben und lief damit genau in den zuvor vermuteten Tageshochbereich bei 25.700 bis 25.800 Punkten. Hier erreichte der DAX auch sein Tageshoch und sackte dann Intraday wieder bis auf 25.600 Punkte ab und ging schließlich bei 25.656 Punkten aus dem Handel. Zudem mit einer bearishen Tageskerze mit einem langen oberen Schatten. Am heutigen Freitag zeigt sich der DAX vorbörslich aber etwas im Plus bei 25.680 Punkten. Der DAX befindet sich aktuell wahrscheinlich aber nur lediglich in einer Zwischenerholung innerhalb der unverändert laufenden Korrektur, die in der kommenden Woche erneut an Abwärtsdynamik gewinnen sollte. Am heutigen Großen Verfallstermin ist traditionell mit hoher Volatilität zu rechnen und die zweite Septemberhälfte gehört zu den schwächsten Monatshälften im Börsenjahr und dürfte wahrscheinlich zu einem weiteren Kursrückgang führen, bevor es erst in der Folge zu einem Korrekturtief Ende September kommt und der DAX danach eine weitere längere Aufwärtsbewegung einleiten sollte.

Treiber der Bewegung war erneut der Ölmarkt. Brent verbilligte sich um gut einen Dollar auf 104,82 Dollar, weil Saudi-Arabien mit der Instandsetzung der Ost-West-Pipeline begonnen hat und ein Teil der ausgefallenen Kapazität schneller zurückkehren dürfte als zunächst befürchtet. Sinkt der Ölpreis, verliert das stärkste Argument der Inflationsfalken an Gewicht, und genau das spiegelte der Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gab knapp sieben Basispunkte auf 4,934 Prozent nach und rutschte damit zurück unter die Marke von fünf Prozent, die sie am Dienstag im Tageshoch mit 5,04 Prozent noch deutlich überschritten hatte. Die Wall Street antwortete mit einer breiten Erholung. Die Konjunkturdaten passten allerdings nicht recht zu dieser Entspannung. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf 196.000 und damit deutlich unter die erwarteten 208.000, die Zahl der fortgesetzten Anträge sank auf 1,73 Millionen. Der Philadelphia-Fed-Index kühlte zwar von 47,4 auf 37,8 Punkte ab, übertraf die Prognose von 30,5 Punkten aber klar. Heute ist großer Verfallstag an den Terminbörsen, der sogenannte Hexensabbat, an dem Optionen und Futures auf Indizes und auf Einzelwerte gleichzeitig auslaufen. Solche Tage ziehen den Index erfahrungsgemäß bis in den frühen Nachmittag an jene Marken, an denen die größten offenen Positionen liegen, und bringen erhöhte Umsätze mit sich. Saisonal ist die zweite Septemberhälfte nach Daten seit 1928 das schwächste Halbmonatsfenster des gesamten Jahres, im Schnitt verliert der S&P 500 hier 0,90 Prozent bei einer Trefferquote von lediglich 46 Prozent. Danach dreht das Muster, die erste Oktoberhälfte kommt auf plus 0,55 Prozent bei 64 Prozent Trefferquote, und für den DAX beginnt am 24. September das Herbstfenster bis zum 12. Dezember, das in zehn Beobachtungen neunmal positiv ausfiel, im Median mit 6,16 Prozent und zuletzt sieben Mal in Folge. Das einzige Verlustjahr war 2018.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX ist in den Vortagen im Bereich des ersten Korrekturrechtecks und nur leicht über dem unteren noch offenen Gap bei 25.130 Punkten wieder nach oben abgedreht und befindet sich in einer Erholung die sich noch weiter Richtung 26.000 bis 26.200 Punkte fortsetzen könnte. Wahrscheinlich aber nur eine Erholung innerhalb der weiter laufenden Korrektur.

Widerstände: 25.800 / 25.900 / 26.000 Punkte

Unterstützungen: 25.650 / 25.560 / 25.350 Punkte

Produktauswahl

Long: NB6V33 und NB11A5

Short: NB42CP und NB243S

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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