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Technische Analyse

DAX bleibt weiter unter 10er-EMA

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Lesezeit: ca. 4 Minuten
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Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bearish 60%

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Der DAX notiert am heutigen Donnerstagmorgen im vorbörslichen Handel bei 26.110 Punkten, knapp über dem Mittwochsschluss von 26.085 Punkten (Xetra 26.091 Punkte). Es war der dritte Verlusttag in Folge, aber mit 75 Punkten der schwächste Rückgang der Serie. Der RSI(5) verharrt bei 36,45 nahe dem überverkauften Bereich, der 10er-EMA bei 26.183 Punkten hat sich nun als Widerstand etabliert. Solange der DAX unter dem 10er-EMA notiert, ist mit eher weiter fallenden Kursen zu rechnen. Seit dem Allzeithoch bei 26.545 Punkten hat der Index rund 460 Punkte abgegeben. Die Korrektur dürfte wahrscheinlich noch nicht rum sein, trotz möglicher kurzfristiger Erholungen. Die AAII-Sentimenterhebung vom 19. August zeigt 35,5 Prozent Bullen (Vorwoche 34,7 Prozent), 24,6 Prozent Neutrale (Vorwoche 27,4 Prozent) und 39,9 Prozent Bären (Vorwoche 37,9 Prozent). Der Bärenanteil ist auf den höchsten Stand seit vier Wochen gestiegen und liegt seit 28 Wochen in Folge über dem historischen Durchschnitt von 31,5 Prozent.

Das US-Finanzministerium hat am Mittwoch den Markt mit einer Verdopplung seiner Rückkaufoperationen für lang laufende Staatsanleihen überrascht. Statt zwei Milliarden Dollar pro Operation werden über die nächsten zwei Monate vier Milliarden Dollar in Anleihen mit Laufzeiten von zehn bis dreißig Jahren zurückgekauft. Die Reaktion war unmittelbar und heftig. Die 30-jährige Treasury-Rendite fiel um 9 Basispunkte auf 5,19 Prozent, der stärkste Tagesrückgang seit Oktober 2025. Die 10-jährige Rendite sank auf 4,65 Prozent. Gold drehte massiv von 4.392 Dollar am Mittwochmorgen auf 4.547 Dollar am Donnerstagmorgen, ein Anstieg von 155 Dollar innerhalb von 24 Stunden. Bitcoin sprang 7 Prozent auf 69.000 Dollar, Ether legte 18 Prozent auf 2.250 Dollar zu und löste Liquidationen von Short-Positionen über 1,4 Milliarden Dollar aus. Silber erholte sich von 62,67 auf 67,13 Dollar. Die Rückkäufe sind de facto eine Form quantitativer Lockerung durch die Hintertür. Das Finanzministerium kauft eigene Schulden am Sekundärmarkt, um die Renditen zu drücken, während gleichzeitig die US-Staatsverschuldung erstmals 40 Billionen Dollar überschritten hat. Allein im Juli betrug das Bundesdefizit 432,3 Milliarden Dollar, der höchste Monatswert seit März 2021. Die jährlichen Zinszahlungen erreichen 1,2 Billionen Dollar und sind damit nach Social Security und Medicare der größte Einzelposten im Bundeshaushalt. Das Defizit im laufenden Fiskaljahr summiert sich auf rund 1,8 Billionen Dollar. US-Präsident Donald Trump verschärfte am Mittwoch sowohl den Druck auf die Fed als auch auf den Iran. Er bezeichnete die US-Zinsen als "künstlich hoch", verwies auf den Schweizer Leitzins von 0,5 Prozent und drohte damit, sämtliche Geschäftsbeziehungen mit der Schweiz zu kappen. Gleichzeitig kündigte Trump die "zerstörerischste Wirtschaftsoperation, die jemals gegen ein Land geführt wurde" gegen den Iran an und nannte das Programm "Economic D-Day". Die Operation zielt auf Ölschmuggel, Währungsswaplinien, Bargeldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister und Tarnfirmen. Jedes Land, das dem Iran eine Lebensader biete, müsse mit "gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen" rechnen. Brent notiert am Donnerstagmorgen bei 91,79 Dollar, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist weiterhin praktisch zum Erliegen gekommen. An der Konjunkturfront steht heute um 13:30 Uhr der EZB-Bericht zur geldpolitischen Sitzung im Fokus, um 14:30 Uhr folgen der Philadelphia-Fed-Index für August (Prognose 24,1 nach 41,4) und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (Prognose 210.000), um 16:00 Uhr werden der US-Frühindikator für Juli (Prognose plus 0,1 Prozent) und um 19:00 Uhr die Auktion 30-jähriger inflationsgeschützter US-Anleihen (Vorauktion 2,473 Prozent) erwartet.

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Handelsmöglichkeiten

Der DAX zeigt sich im frühen vorbörslichen Handel um 26.110 Punkte, nachdem er am Vortag bei 26.084 Punkten aus dem Handel gegangen war. Als wichtiger Signalgeber für den weiteren Kursverlauf dient weiterhin der 10er-EMA bei 26.180 Punkten, der nun vom DAX aufgegeben wurde. Damit wurde ein wichtiges Schwächesignal generiert, ein Signal für einen möglichen tieferen Kursrücklauf.

Widerstände: 26.200 / 26.250 / 26.300 Punkte

Unterstützungen: 26.100 / 26.000 / 25.900 Punkte

Produktauswahl

Long: NB6V33 und NB11A5

Short: NB42CP und NB243S

Weitere Informationen zum DAX erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:
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