DAX - 10er-EMA als Wegweiser
Trend-Perspektive und Wahrscheinlichkeit: DAX Bullish 60%

Der DAX notiert am Montagmorgen um 26.070 Punkte, rund 50 Punkte unter dem Freitagsschluss von 26.119 Punkten. Am Freitag hatte der Index seine viertägige Verlustserie mit einem Anstieg von 143 Punkten durchbrochen und sich von einem Tagestief bei 25.977 Punkten bis auf 26.161 Punkte erholt. Der RSI(5) sprang von 31,28 auf 45,55 und hat damit die überverkaufte Zone klar verlassen. Der 10er-EMA bei 26.152 Punkten fungiert aktuell weiter als unmittelbarer Widerstand. Solange der DAX darunter notiert, könnte es sich bei dem jüngsten Hochlauf vom Freitag lediglich um eine Erholung gehandelt haben, mit in der Folge erneut fallenden Kursen. Gelingt ein nachhaltiger Durchbruch nach oben, würde sich die Lage deutlich aufhellen. An der Wall Street erholten sich die Indizes am Freitag. Der Dow Jones stieg 518 Punkte (plus 0,98 Prozent) auf 53.277 Punkte. Der S&P 500 legte 0,43 Prozent auf 7.674 Punkte zu, der Nasdaq 100 gewann 0,46 Prozent auf 29.347 Punkte und beendete eine fünftägige Verlustserie. Trotz der Freitagsrally schlossen alle Indizes die Woche im Minus. Der S&P 500 verlor 1,4 Prozent und durchbrach damit eine dreiwöchige Gewinnserie, das schlechteste Wochenergebnis seit Mitte Juli.
Brent ist auf 91,35 Dollar zurückgefallen (minus 1,42 Prozent), nachdem Iran einigen irakischen Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet hat. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge stieg in der vergangenen Woche um 27 Prozent, wobei mehr als 80 Prozent der Transporte die von der UN autorisierte omanische Route nutzen, die Iran ablehnt. Die Entspannungssignale bleiben jedoch fragil. Irans Militärführung bekräftigte am Freitag, Teheran werde sich "nicht beugen". US-Finanzminister Scott Bessent hält am heutigen Montag um 20:00 Uhr eine Pressekonferenz zur Iran-Strategie. Gold setzt den Höhenflug fort und steht bei 4.695 Dollar (plus 0,30 Prozent), rund 300 Dollar über dem Wochentief vom vergangenen Mittwoch. Der CNN Fear & Greed Index ist innerhalb einer Woche von 63 (Greed) auf 55 (Neutral) gefallen und spiegelt die Verunsicherung durch die Bond-Volatilität wider. Die AAII-Sentimenterhebung (Daten vom 19. August, nächste Veröffentlichung Donnerstag) zeigt 35,5 Prozent Bullen und 39,9 Prozent Bären, seit 28 Wochen in Folge über dem historischen Durchschnitt von 31,5 Prozent. Die Woche wird von zwei Großereignissen dominiert. Am Mittwochabend legt Nvidia Quartalszahlen vor. Der Chipkonzern hat einen Umsatz von rund 91 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, ein Wachstum von etwa 95 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten rechnen im Schnitt mit einem bereinigten Gewinn von 2,08 Dollar je Aktie, einer Verdopplung. Am Donnerstag beginnt in Jackson Hole das jährliche Notenbanker-Symposium zum Thema Finanzinnovation und deren Auswirkungen auf Zahlungsverkehr und Politik. Fed-Vorsitzender Kevin Warsh hält am Freitagmorgen seine erste Grundsatzrede als Notenbankchef. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von knapp einem Drittel für eine Zinserhöhung im September ein, was Warshs Rede zum potenziellen Richtungsgeber für die kommenden Monate macht. Am heutigen Montag selbst ist der Kalender dünn besetzt. Vor US-Börsenbeginn berichten Pinduoduo und XPeng. Die Schwergewichte der Woche folgen ab Dienstag mit Intuit und Zoom, ab Mittwoch mit Salesforce, CrowdStrike und Synopsys, ab Donnerstag mit Best Buy, Dollar General, Dollar Tree, Marvell, Autodesk und Workday.

Handelsmöglichkeiten
Der DAX zeigt sich im frühen vorbörslichen Handel um 26.070 Punkte, nachdem er am Vortag bei 26.119 Punkten aus dem Handel gegangen war. Als wichtiger Signalgeber für den weiteren Kursverlauf dient weiterhin der 10er-EMA um 26.150 Punkte. Solange der DAX darunter notiert, ist von weiterer Schwäche auszugehen. Ein nachhaltiger Durchbruch nach oben würde die Lage zunächst deutlich aufhellen.
Widerstände: 26.100 / 26.200 / 26.250 Punkte
Unterstützungen: 26.000 / 25.900 / 25.800 Punkte
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