Eurozone: Wachstum der Geldmenge legt unerwartet zu
FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im November unerwartet beschleunigt. Die breit gefasste Geldmenge M3 stieg im Jahresvergleich um 3,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Im Oktober war sie um 2,8 Prozent gewachsen. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang der Rate auf 2,7 Prozent erwartet.
Die enger gefasste Geldmenge M1 stieg um 5,0 Prozent im Jahresvergleich. Im Vormonat hatte sie noch um 5,2 Prozent zugelegt. M1 gilt unter Ökonomen als Konjunkturindikator.
Das Wachstum der Kreditvergabe beschleunigte sich. Die privaten Haushalte erhielten 2,9 Prozent mehr Kredite. Im Vormonat hatte der Zuwachs bei 2,8 Prozent gelegen. Die Kredite an Unternehmen außerhalb der Finanzbranche stiegen um 3,1 Prozent im Jahresvergleich - nach plus 2,9 Prozent im Vormonat./jsl/jkr/zb