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Baerbock: USA schießen sich ins eigene Knie

2026-01-19T09:02:36.000+01:00

BERLIN (dpa-AFX) - Mit ihrer Zollpolitik schaden sich die USA aus Sicht der Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, auch selbst. Was US-Präsident Donald Trump gerade tue, sei "auch ein absoluter Schuss ins eigene wirtschaftliche Knie", sagte die frühere deutsche Außenministerin im Deutschlandfunk. "Die USA sind heftigst verschuldet, haben ein absolutes Interesse daran, weiteren Handel zu treiben."

Trump will Grönland unter die Kontrolle der USA bringen und hat europäischen Ländern wegen ihres Widerstands dagegen neue Strafzölle angekündigt.

Baerbock griff eine Trump-Parole auf und sagte: ""America first" bedeutet "America alone"". Sie verwies darauf, dass auch die Charta der Vereinten Nationen Wirtschafts- und Finanzsanktionen ermögliche. "Die Europäer sind der größte Binnenmarkt der Welt. Wenn die Europäer gemeinsam mit anderen Staaten auf dieser Welt diese Dinge beschließen, dann hat das natürlich einen massiven Effekt."

Mit Blick auch auf Russlands Krieg in der Ukraine sagte Baerbock, wenn Trump in Grönland Erfolg habe, "dann könnte in Zukunft kein Land auf dieser Welt mehr ruhig und in Frieden schlafen". Die internationale Ordnung sei unter Attacke.

Die Grünen-Politikerin erklärte, Russland und China hätten als ständige Mitglieder des Sicherheitsrats die Aufgabe, den Weltfrieden zu sichern. "Wenn ausgerechnet diese beiden die Regeln des Weltfriedens nicht ernst nehmen, dann ist es an allen, jetzt sehr klarzumachen, dass sie geschlossen zusammenstehen."/bf/DP/jha

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