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Grüne: Milliardenkosten durch Änderungen an Klinikreform

2026-02-28T08:33:39.000+01:00

BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen warnen vor höheren Kosten durch die geplanten Nachbesserungen der schwarz-roten Koalition an der Krankenhausreform. "Wir verlieren nicht nur Einsparpotenziale in Milliardenhöhe, sondern produzieren zusätzliche strukturelle Mehrausgaben, weil ineffiziente Kapazitäten im System gehalten werden", sagte der gesundheitspolitische Sprecher, Janosch Dahmen, der Deutschen Presse-Agentur. Nachdem die Klinikausgaben schon 2025 um zehn Milliarden Euro gestiegen seien, sei das hochproblematisch.

Union und SPD wollen die Änderungen in der kommenden Woche im Bundestag beschließen. Mit den Gesetzesplänen will Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine flexiblere Umsetzung vor Ort ermöglichen. Sie sehen dafür mehr Spielraum für Ausnahmen und längere Übergangsfristen vor. Die noch von der Ampel-Koalition durchgesetzte Reform ist seit Anfang 2025 in Kraft und soll schrittweise umgesetzt werden. Sie soll einheitliche Mindestvorgaben für Behandlungen gewährleisten und finanziellen Druck auf die Kliniken mildern.

"Milliarden-Einsparpotenzial geht verloren"

Dahmen kritisierte, verbindliche Struktur- und Qualitätsvorgaben würden mit den Plänen aufgeweicht. Damit werde die Konzentration von Standorten, Betten und Leistungen gebremst. Sie sei aber "der zentrale Hebel" für eine dringend notwendige Verbesserung von Wirtschaftlichkeit und Qualität. "Allein durch politische Abschwächung gehen mehrere Milliarden Euro Einsparpotenzial pro Jahr verloren." Im Vergleich zur geltenden Gesetzeslage kosteten die Pläne die Krankenkassen pro Jahr sieben bis elf Milliarden Euro, warnte Dahmen mit Blick auf Schätzungen des RWI-Instituts zu möglichen Einsparungen mit der Reform.

Der Grünen-Experte monierte zudem, dass über einen Unterstützungsfonds für mehr Zentralisierung und Spezialisierung auch Maßnahmen finanziert werden sollten, die keine echten Strukturveränderungen seien. Dann entstehe kein nachhaltiger Effizienzgewinn, sondern ein weiterer "Verschiebebahnhof"./sam/DP/mis

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Quelle: DFA/DPA. Diese Nachricht wurde vollständig von einer dritten Partei bereitgestellt und veröffentlicht. ING ist daran weder beteiligt noch hat ING Einfluss auf die veröffentlichten Informationen. Mehr dazu finden Sie im disclaimer.