Schwaches Chemie-Umfeld: Lanxess verschärft Sparprogramm
KÖLN (dpa-AFX) - Angesichts der Schwäche in der Chemieindustrie will Lanxess <DE0005470405> die Kosten weiter senken. So sollen bis 2028 zusätzlich 100 Millionen pro Jahr gespart werden, teilte das im MDax <DE0008467416> notierte Unternehmen am Donnerstag in Köln mit. Dabei sollen auch weitere Arbeitsplätze wegfallen - 550 Stellen, davon rund zwei Drittel in Deutschland, sollen abgebaut werden. Betroffen sind den Angaben zufolge vor allem Verwaltungsfunktionen. Bereits im vergangenen August hatte Lanxess Sparpläne in der Produktion angekündigt.
"Das Jahr 2025 war für die gesamte Chemieindustrie und auch für Lanxess extrem hart. Für 2026 sehen wir positive Impulse frühestens im zweiten Halbjahr, etwa durch das Infrastrukturpaket der Bundesregierung", erklärte Konzernchef Matthias Zachert bei der Vorlage der Jahreszahlen. Im laufenden Jahr sind weitere Ergebnisrückgänge daher nicht ausgeschlossen: So rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 450 und 550 Millionen Euro.
2025 sank das operative Ergebnis um 17 Prozent auf 510 Millionen Euro. Analysten hatten für dieses Jahr bisher mit einem bereinigten Ebitda von im Schnitt 515,8 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter ging um fünf Prozent auf 11.709 zurück. Unter dem Strich stieg der Verlust auf 577 Millionen Euro./nas/zb