Aktien Europa: Schwächer - H&M nach Zahlen unter Druck
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Donnerstag geschwächelt und so die schwankende Bewegung der Vortage fortgesetzt. Damit reagierten die Märkte auf den erneuten Anstieg der Ölpreise und die Unsicherheit im Iran-Krieg. "Die Gefahr einer Stagflation nimmt stetig zu und kann insbesondere in Europa zu einer Rezession führen", warnte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Broker CMC Markets. "Das Szenario wird durch die weiterhin widersprüchlichen Nachrichten aus dem Nahen Osten verstärkt und von den Investoren mehr und mehr in die Kurse eingepreist."
Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> sank am Mittag um 1,31 Prozent auf 5573,23 Punkte. Der Schweizer SMI <CH0009980894> verlor dank der relativen Stärke der defensiven Schwergewichte nur 0,68 Prozent auf 12.631,49 Zähler, während der britische FTSE 100 <GB0001383545> um 0,88 Prozent auf 10.017,46 Punkte fiel.
Verluste erlitten energieintensive und konjunkturabhängige Branchen, allen voran die Rohstofftitel. So büßten ArcelorMittal <LU1598757687> 3,3 Prozent ein. Schwache Vorgaben aus Asien drückten indes die Technologietitel. Das Schwergewicht ASML <NL0010273215> sank nach den Gewinnen am Vortag um 3,3 Prozent, die Aktie der Beteiligungsgesellschaft Prosus <NL0013654783> um 2,3 Prozent.
Zu den Verlierern gehörten zudem H&M <SE0000106270>. Der Modehändler hatte zum Jahresstart schlechtere Geschäfte gemacht. H&M leidet unter dem schwachen Konsumklima und bekommt zudem negative Währungseffekte zu spüren. Die Aktie des Unternehmens fiel um bis zu fast sieben Prozent, konnte das Mínus aber bis zum Mittag auf rund zwei Prozent reduzieren./mf/zb