Ölpreise deutlich höher - Trump: Iran könnte morgen Nacht ausgeschaltet werden

2026-04-06T20:28:10.000+02:00

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag nach dem verlängerten Osterwochenende im Handelsverlauf deutlich ins Plus gedreht. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni gewann zuletzt 1,27 Prozent auf 110,41 US-Dollar. Zuvor hatte er belastet von vagen Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Iran-Krieg noch leichte Verluste verzeichnet.

US-Präsident Donald Trump hatte seinen Druck auf den Iran am Tag vor dem Ablauf seines Ultimatums mit drastischen Worten erhöht. "Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen sein", sagte er am Mittag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Washington.

Der US-Präsident hatte dem Iran ein Ultimatum zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus gesetzt. Die Frist dafür legte er zuletzt nach mehreren Verschiebungen auf Dienstagabend US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ in der Nacht zum Mittwoch). Trump hatte Angriffe auf Energieanlagen und Infrastruktur wie Brücken angekündigt, sollte das Land nicht einlenken. In einer Ansprache an die Nation drohte Trump vergangene Woche gar, den Iran zurück in die "Steinzeit" zu befördern.

Die acht Kernstaaten des Öl-Kartells Opec+ zeigen sich tief besorgt über iranische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur. Die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sei kostspielig und zeitaufwendig, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige, teilten die Länder mit. Entscheidend für die Versorgung sei auch der Schutz internationaler Seewege, so das Bündnis mit Blick auf die weitgehende Blockade der Straße von Hormus.

Zugleich einigten sich die acht Länder - zu ihnen gehören vom Iran-Krieg besonders betroffene Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate - auf eine Steigerung der Ölförderung. Die Tagesproduktion könne im Mai um 206.000 Barrel (je 159 Liter) angehoben werden, hieß es. Angesichts der Probleme für den Export aus den Golfstaaten durch den Iran-Krieg ist dieser Schritt Experten zufolge aber eher symbolischer Natur./he

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